[#437] "Erwarte, dass Verlage aus dem, was ich geboren habe, schöne Spiele machen" Interview mit Reiner Knizia
Shownotes
In diesem Podcast geht es um eines meiner Lieblingsthemen: Brettspiele.
Das Interview wurde von Sebastian Wenzel von www.kulturgutspiel.de geführt und wird hier veröffentlicht. Die Verschriftlichung des Interviews findest Du hier:
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Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zum Bordcast, ja hier ist Frederik.
00:00:04: Und heute haben wir eine Interview-Folge im Bord Cast und das Besondere ist dass nicht ich dieses Interview führe sondern mein lieber Freund und Kollege Sebastian Wenzel führt das Interview und er führt es mit dem Mann, das kann ich jetzt verraten der schon drei Titel gewonnen hat nämlich als erster Spielerautor überhaupt
00:00:24: Das
00:00:24: Triple, also er hat schon mehr Titel gewonnen.
00:00:26: Aber eben auch das Triple im Bereich Spiel des Jahres und Kinderspiel des Jahres schon vor einiger Zeit.
00:00:32: Und jetzt mit Rebirth das Kennerspiel der Jahres, das aktuelle.
00:00:37: Ja und Sebastian interviewt Rainer Knizia und dieses Interview wird dann auch in Sebastians Blog veröffentlicht unter Kulturgutspiel.
00:00:47: Ich habe die Erlaubnis, oder wir haben hier die Kooperation.
00:00:50: Dass sich dieses Interview zwischen Sebastian Wenzel mit Rainer Knizia hier auch veröffentlichte.
00:00:55: insofern wünsche ich dir jetzt viel Spaß bei dem Interview das dann auch in einer verschriftlichen Form beim Kulturgutspiel beim Sebastian erscheint.
00:01:04: und der Triple-Gewinner Kenner Spiel des Jahres spielt es Jahres und Kenners Spiel des Jahres Reiner Knizias.
00:01:11: Viel Spaß!
00:01:24: Ja, vielen Dank Fredrik für die nette Einladung und auch von mir ein herzlich willkommen.
00:01:28: Und ich bin nicht alleine hier sondern habe einen Gast der schon mal zu Besuch war im Bordcast nämlich zwei tausend dreiundzwanzig.
00:01:36: Herzlich Willkommen Rainer Knizia.
00:01:39: Danke Für Die Einladungen!
00:01:40: Zwei Tausend DreiundZwanzig das ist genau drei Jahre her und Das Ist Auch Der Grund Warum wir Herrn Knizias wieder eingeladen Haben.
00:01:50: Nämlich Er Hat Dieses Jahr das Kennerspiel des Jahres gewonnen mit Rebirth, Aufbruch in eine neue Zeit erschienen bei Frosted Games bzw.
00:01:59: Mighty Boards und damit ist Herr Knizia die erste Person, die das Triple geschafft hat.
00:02:05: er hat nämlich auch das Spiel des Jahres Gewonnen mit Keltes, und ebenfalls das Kinder-Spiel des Jahres mit Wer Was?
00:02:13: Das hat vor ihm noch keiner geschafft.
00:02:15: herzlichen Glückwunsch dazu!
00:02:18: Dankeschön!
00:02:19: Passend dazu führen wir heute ein Interview, bei dem die Zahl drei eine große Rolle spielen soll.
00:02:26: Wir haben drei Oberthemen, nämlich einmal Agnizia als Autor, als Spieler und als Mensch Und wir haben Fragen auf die man ganz oft mit drei Antworten antworten kann.
00:02:38: Wir würden auch direkt mal mit der ersten Frage beginnen.
00:02:42: Sie haben inzwischen mehr als achthundert Spiele entwickelt und veröffentlicht.
00:02:47: Auf welche drei davon sind sie denn besonders stolz?
00:02:52: Das ist eine sehr komplexe und komplizierte Frage, denn ich bezeichne meine Spiele ja als meine Kinder.
00:02:59: Und jetzt werde ich gefragt welches meiner Kinder sind denn meine Lieblingskinder?
00:03:03: Jetzt nenne ich ein zwei oder drei und dann habe ich achthundert oder siebenhundert sieben und neunzig die dann verärgert sind dass sie nicht genannt wurden.
00:03:12: also das muss man ein bisschen mit Vorsicht genießen weil Ich habe den Anspruch an jedes einzelne Spiel Dass es irgendetwas besonderes bringt.
00:03:21: Und ich bin auch der Meinung, dass Spiele entwickeln ist so wie Kinder erziehen.
00:03:25: So ein bisschen weil man kann die Kinder und auch die Spiele nicht irgendwo hin zwingen sondern man muss schauen was sind die Stärken?
00:03:34: und dann entwickelt man es so damit optimal entfaltet sind und das sie dann möglichst große Persönlichkeiten werden oder eben möglichst große Spiele in dem Sinne dass sie viel Unterhaltung bringen.
00:03:45: Ich werde ihnen jetzt trotzdem meine Antwort geben.
00:03:51: Auf alle Spiele sehr stolz, zum Beispiel auf Euphat und Tigris.
00:03:57: Das ist ja in den neunzigern Jahren entstanden und war dann viele Jahre bei Boat Game Geek der wirklich der heraussagenden Plattform über Spiele die Nummer eins aller Spiele.
00:04:09: Und das freut mich immer noch weil jetzt ist es nicht mehr die Nummer Eins, weil die Zeit natürlich weitergeht.
00:04:16: Aber diese Eleganz dieses Spiels und die, obwohl es eines meiner komplexesten Spiele ist.
00:04:22: Diese Eleganz und auch diese Langlebigkeit.
00:04:26: Es gibt ja gerade wieder ein Kickstarter der abgelaufen ist.
00:04:28: Der jetzt in einer neuen noch schöneren Version herausbringt.
00:04:34: das erlaubt mir die Crowdfunding Möglichkeiten also dass es sicher eins des mir zu Kopf kommt.
00:04:41: Ein anderes Was auch ein gewisser Wendepunkt in meiner Spieleautorenkarriere war, ist El Dorado.
00:04:53: El Dorada war das erste Spiel wo ich selbst in die Grafik finanziert habe mit Morso di Tre, weil als Deckbauspiel natürlich gesehen habe dass hier die einzelnen Verlage in den Ländern etwas unterstützen muss weil eben die Grafikinvestition sehr groß ist und ich wollte auch ein einheitliches Bild dieser Kombinierbarkeit der verschiedenen Ausgaben haben.
00:05:23: Und da habe ich den Sprung gemacht, das hat sich natürlich insofern auch bewährt, weil es jetzt bei zwanzig verschiedenen Verlagen ist und wir haben auch sechs Mal des Spieles Jahres gewonnen Italien, Spanien glaube ich und Polen, Niederlande.
00:05:44: Also es war schon ein sehr schöner Erfolg und der Erfolg geht immer weiter weil wir natürlich noch weitere Spiele und zusätzliche Familienmitglieder haben.
00:05:54: So jetzt wird schwierig.
00:05:55: was ist das Dritte?
00:05:58: Vielleicht ist das dritte Modern Art, weil ich damit einen ersten Preis gewonnen habe.
00:06:05: vielleicht ist es dritte aber auch Lama.
00:06:08: irgendwie konnte ich mit Lama zeigen, dass auch einfache, nicht simplistische, aber einfache Spiele durchaus große Erfolge erringen können.
00:06:19: Vielleicht ist es aber auch durch die Wüste weil es durch die wüste drückt so meine Philosophie aus.
00:06:26: Ich will nicht in einem Spiel sitzen und sagen, na ja, ich habe eigentlich nichts richtiges zu tun.
00:06:31: Sondern ich will da sitzen, ich will die Fingernägel beißen und sagen so viel zu tun!
00:06:35: Und ich hab' nicht genügend Züge und der nimmt mir schon wieder was weg und die da bilden mir auch was in meine... Und dieses Ah, soviel zu tun das liebe ich im Leben?
00:06:44: Und das liebe ich bei den Spielen und das glaube ich kommt durch die Wüste besonders stark zum Ausdruck.
00:06:51: So, jetzt habe ich nicht drei genannt sondern glaube ich fünf wenn ich richtig zähle.
00:06:56: aber sie haben so ein bisschen einen Eindruck bekommen was mich fasziniert
00:07:01: ist in Ordnung man darf ja Regeln auch kreativ auslegen und Ausregeln erlassen.
00:07:05: Sie haben es ja gerade schon gesagt Sie haben zahlreiche Auszeichnungen gewonnen Nicht nur das Trippel beim Spiel des Jahres, Kennerspiel des Jahres Kinderspiel des Jahres, sondern auch weitere Auszeichnungen in Deutschland aber auch in ganz vielen anderen Ländern.
00:07:19: Welche drei Auszeichnungen sind oder waren Ihnen besonders wichtig und warum?
00:07:29: Also ich glaube Modern Art war das erste Spiel dass den deutschen Spielepreis gewonnen hat.
00:07:34: Ganz Anfang meine Karriere Und das war für mich wichtig weil es sehr viele Türen geöffnet hat.
00:07:44: Wenn man den ersten wichtigen Preis gewinnt, ist es auch persönlichen schöner Erfolg.
00:07:51: Und das... Das ist sicher was ich nennen möchte.
00:07:57: Es kam natürlich noch viele weitere Auszeichnungen Sie haben's gerade schon erwähnt.
00:08:01: Ich glaube was mich heute wirklich stolz macht und begeistert Ist das Drittel gewonnen zu haben weil das zeigt ja auch die Vielfälligkeit die ich wirklich anstrebe eben für die verschiedenen Segmente im Spielebereich was zu tun, also nicht spezialistische Einsegmenten zu werden.
00:08:19: Sowohl Kinderspiele einfacher Spiele wie auch eben die komplexen Spiele abzudecken.
00:08:25: und jetzt brauche ich noch eine dritte Auszeichnung und diese Dritte Auszeichnung.
00:08:33: da erzähl' ich Ihnen jetzt eine lustige Geschichte.
00:08:36: Man muss sich ganz kurz aufstehen weil hinter mir meine verschiedene Abward sind, damit ich das Richtige sage weil es hat eine spezielle Bezeichnung.
00:08:49: Ja und das heißt Origins Award.
00:08:53: Origins ist eine oder war und vielleicht ist es auch noch eine bedeutende Spiele-Messe in Amerika.
00:09:02: da bin ich sehr oft hingefahren als Amerika noch ein Das alte Amerika war Und die haben mir dann eine Auszeichnung gegeben als Spieleautor.
00:09:16: Der bekannteste, der auszeichnungswürdigste Spielerautor und das hat mich sehr begeistert ist aber nicht die Geschichte sondern ich war da habe diese Auszeichnungen mit der Trophäe im Empfang genommen und war sehr glücklich darüber.
00:09:32: dann kam mir das nächste Jahr wieder auf die Veranstaltung Und dann hatten sie vergessen dass sie mich ausgezeichnet haben und habe mich am nächsten Jahr wieder ausgezeichnet als der herausragende Spieleautor.
00:09:44: Diese Auszeichnung kriegt man eigentlich nur einmal, und ich dachte mir, du bist einfach mal ruhig und bist glücklich und nimmst die Auszeichnung nochmal!
00:09:54: Dann wurde ich also zweimal inducted into this Hall of Fame Und dann hatten sie aber mir die Trophäe gegeben, aber da hat irgendwas an der Plakette nicht gestimmt.
00:10:07: Und dann sagten sie, okay die Plakette schicken wir den nochmal.
00:10:12: Sie haben mir allerdings nicht die Plакete geschickt sondern noch mal diese gesamte Statue der Auszeichnung.
00:10:19: Also jetzt habe ich drei Auszeichnungen für einmal in Dacted Into The Hall of Fame.
00:10:26: Das finde ich ungeheuer witzig.
00:10:27: Die stehen auch alle drei hinter mir und dann bin ich halt dreimal da gewesen.
00:10:32: Sehr gut passt ja auch zu unserem Dreier-Interview heute.
00:10:36: Haben Sie ja quasi das Triple geschafft, Spiel des Jahres sagt man ja auch immer ist sozusagen der Oscar.
00:10:41: Der Pretzspielbranche gibt es denn jetzt noch irgendwas wovon sie sagen?
00:10:45: Ach Mensch!
00:10:45: Das würde ich ja jetzt auch mal gerne noch bekommen.
00:10:48: dieser Auszeichnung vielleicht auch gar nicht eine Auszeichnung aus dem Spielebereich oder vielleicht ja auch aus dem Buchbereich weil sie ja auch früher sehr viele Bücher veröffentlicht haben oder aus einem ganz anderen Bereich.
00:11:01: also dazu muss ich jetzt sagen dass Ich natürlich Auszeichnungen sehr gerne nehme und die mich auch freuen, aber ich jetzt mein Leben nicht nach Auszeichnung ausrichte.
00:11:11: Und ich glaube es ist auch sehr wichtig dass man sich selber treu bleibt und nicht danach schielt.
00:11:16: was muss ich jetzt tun um diese oder jene Auszeichner noch bekommen?
00:11:22: Es wird einem im Laufe der Zeit egal welche Auszeichnen man gewinnt oder nicht gewinnte klar das man sein Glück seine Zufriedenheit nicht durch Auszeichnung gewinnt, sondern in sich finden muss.
00:11:35: Also insofern schiele ich nach anderen in Anführungszeichen Auszeichnungen nämlich sehr schöne Spiele zu machen und die Auszeichlung ist dann etwas zu schaffen was besonders ist, was heraus steht, was viele Menschen anspricht.
00:11:51: Ich glaube das ist eigentlich die schönste Belohnung, die man als Spielerauto bekommen kann.
00:11:56: Und... Das ist immer so meine... Meine Ambition Kann ich nicht Irgendwo eine ganz neue Welle, ein neues Genre erfinden.
00:12:08: Das nochmal eine ganz neuere Dimension des Spiels eröffnet.
00:12:13: Ich glaube es ist mir einmal gut gelungen mit meinem damaligen Spiel zum Herr der Ringe das kooperative Spiel.
00:12:22: Da gab's zu diesen Zeiten eigentlich keine ernsthaften kooperativen Spiele so'n bisschen was hingetrickst für Kinder aber nicht ernstzunehmen.
00:12:30: Und ich weiß auch noch die ersten Reaktionen selbst von der Jury zum Spiel des Jahres.
00:12:34: Naja, das kann man einmal spielen aber das geht doch nicht und man muss doch irgendwie Gegner haben!
00:12:40: Ich glaube dann habe ich viele auch Skeptiker eines besseren Belehren können durchs Spiel weil hinterher hab' ich dann sogar von dem Spiel des Jury ein Sonderpreis für Literatur im Spiel bekommen.
00:12:51: also so schlimm kann es da nicht gewesen sein.
00:12:54: Aber was sich meine ist heute wenn man schaut sind kooperative Spiele ja extrem beliebt Und ich glaube, diese Tür aufgemacht zu haben finde ich sehr schön.
00:13:04: Das ist eine schöne Auszeichnung in anderen Sinne sozusagen und da gibt es noch mehrere wo ich zumindest versucht habe stehen den Trends oder bestehenden Richtungen nochmal ne neue Tür zu geben die aufzumachen und neue Spieler zu finden die eben auf bestimmte Kapitel nochmal rauf können.
00:13:26: das war Ich will jetzt nicht so lange antworten das war auch durch El Dorado das Fall oder auch durch Mais City, aber ich lasse es einfach mal bei diesen zwei zusätzlichen Spielen.
00:13:37: Dann haben wir wieder drei!
00:13:39: Wer sich für die Hintergründe zum Wettlauf noch el dorado interessiert dann verweise ich da doch nochmal auf das Interview von vor drei Jahren und damals hatten sie dann auch noch ein bisschen mehr erklärt wie Sie durch das Brett diesem Deckbaumechanismus noch mal zusätzlich was hinzugefügt haben und dann auch diesen Deckbaumechanismus für Familien zugänglicher gemacht hat.
00:14:00: Ganz genau das meinte ich, und dann haben wir es da genau.
00:14:04: Sie sind heute vor allem bekannt in der Szene als Brettspielautor aber sie haben ja auch davor noch ganz schön etwas geschafft.
00:14:11: Sie waren früher Leitenden im Baufinanzierer mit dreieinhalb Mitarbeitern und zwei Komma fünf Milliarden Euro neue Geschäft pro Jahr.
00:14:19: Welche drei Fähigkeiten bzw.
00:14:21: Kenntnisse aus dieser Zeit helfen Ihnen denn heute bei Ihrer Arbeit als Spielerautor?
00:14:29: Das ist eine interessante Frage und natürlich auch sehr subjektiv, wie ich jetzt da antworte.
00:14:35: Ich glaube einmal in einem großen Unternehmen gearbeitet zu haben ist eine sehr wertvolle Erfahrung.
00:14:42: Also wenn man sozusagen gleich einsteigt und Spieleauto wird, das ist ja dann ein ganz kleines Unternehmen oder ein Einzelkämpfer-Tum oder auch nur ein Hobby.
00:14:52: Dann versteht man vielleicht nicht ganz, wenn man mit großen internationalen Verlagen zu tun hat warum denn da bestimmte Prozesse auf diese Art ablaufen?
00:15:02: Ich glaube große Unternehmen von innen heraus kennenzulernen ist eine wichtige Erfahrung wenn man dann in einer anderen Branche mit großem Playern zu tun hat.
00:15:14: Aber das Organisieren, was natürlich in einem großen Unternehmen durchaus wichtig ist die Prozesse so zu gestalten dass sie einfach bleiben.
00:15:24: Ich glaube, je größer ein Unternehmen wird, desto größer ist auch die Gefahr und auch der Leidensdruck.
00:15:31: Das sieht man ja in unserem Staat – dass die Bürokratie immer komplexer werden und diese Komplexität sich dann mit jeglichen neuen Mitarbeitern und mehr Leuten immer weiter multipliziert und potenziert und man am Schluss sich da nur noch im Kreise dreht und hinten nichts mehr rauskommt.
00:15:52: organisiert sein und dieses darauf achten den Fokus richtig zu setzen, aber nicht jedes i-Tüpfelchen setzen müssen dort wo es nicht wichtig ist.
00:16:01: Das ist in einem großen Leben wichtig und das habe ich mitgenommen auch wenn mein kleines Unternehmen.
00:16:07: wir versuchen natürlich auch mit dem kleinen Unternehmen die Welt zu erobern.
00:16:10: Aber wirklich darauf einen kleinen Team zu achten zu sagen Wir machen es für uns so einfach wie möglich.
00:16:17: Wir konzentrieren und wir priorisieren, und wir versuchen mit unseren wenigen Kollegen, die wir uns haben wirklich sehr viel Effekt zu erzielen ohne uns aufreiben zu lassen.
00:16:32: Und das ist was man im großen Unternehmen lernt und was man für sich dann auch mitnehmen kann.
00:16:36: bzw.
00:16:37: im Großen Unternehmen auch wenn man's nicht selber in der Hand hat – ich hatte es ja glücklicherweise selbst in der hand auch mal als abschreckendes Beispiel sieht!
00:16:45: Das war zweimal organisatorisch, diese Unternehmen kennenzulernen.
00:16:50: Ich glaube das dritte ist wohl eine Aufgabe die ich in England hatte und in einem internationalen Umfeld.
00:17:00: Und auch dort zu sehen, zu erfahren – also nicht nur als Tourist, sondern zu erfahren dass Kulturen, auch wenn jetzt die Englische und die deutsche Kultur, die europäische Kultur nicht so weit auseinander zu sein scheint es doch ganze hebliche unterschiede gibt.
00:17:18: also was mich damals das war in der da neunziger jahre als ich dort diese aufgabe übernommen habe was mich dann mal am meisten überrascht hat dass man Damals in Deutschland ja noch davon ausgegangen ist, wenn man was ausmacht dann wird das eingehalten.
00:17:32: Bei den Engländern war es so naja das machen wir jetzt raus und dann vergessen wir's wieder und es passiert halt nichts.
00:17:37: Selbst wenn man weiter Bank angerufen hat und gesagt über macht doch mal diese Weisung
00:17:40: usw.,
00:17:41: dann konnte man hinterher eine Münze werfen.
00:17:43: Das fand ich schon sehr frappierend.
00:17:45: Es hat halt alles seine Vor- und Nachteile, wie ich jetzt lerne.
00:17:48: Weil die Engländer kriegen jetzt viel mehr gebacken weil sie dann improvisieren und irgendwie voran stürmen während die Deutschen doch wirklich in der Bürokratie sich wiederfinden und jedes i-Tüpfelig entsetzen und alles schön korrekt ist.
00:18:06: nur hinten kommt man immer zu Potte, weil man mit sich selber beschäftigt ist Und dieser internationale Unterschied Kulturen, die eigentlich nahezusammen sind doch sehr unterschiedlich mit Dingen umgehen und dass das ganz andere Effekte hat.
00:18:24: Das war für mich eine ganz wesentliche Erfahrung insbesondere natürlich und das ist jetzt warum Sie gefragt haben weil unsere Spielebranche sehr international ist und man natürlich dann nochmal mit ganz anderen Kulturens zu tun hat.
00:18:43: Sie haben sie eben schon so ein bisschen anklingen lassen.
00:18:45: Sie sind natürlich nicht nur Autor, sondern sie sind auch heute noch Unternehmer.
00:18:48: Sie haben ja auch angestellte.
00:18:50: Sie arbeiten mit Freiberuflern zusammen die ihnen helfen Spieler auf den Markt zu bringen Spiele zu vermarkten.
00:18:56: jetzt doch nochmal kurz zurück zu dem Interview vor drei Jahren.
00:18:59: damals hatten sie nämlich schon gesagt dass diese ein bisschen Vermächtnis klingt jetzt ein bisschen negativ aber daran arbeiten.
00:19:07: ich sag mal dieses Unternehmen kniet ihr Spiel ein bisschen zu verstetigen und zu schauen, dass das auch langfristig existieren kann.
00:19:16: Damals hatten Sie schon erste Dinge angestoßen und auch ein bisschen davon erzählt – wie sieht es denn heutzutage drei Jahre später mit diesem Projekt und dem Vorhaben aus?
00:19:27: Naja, das ist jetzt in dem Sinne glücklicherweise und hoffentlich kein dringendes Projekt aber ich bin mir natürlich bewusst, durchaus eine gewisse Widmung und Fürsorge brauchen, um sie weiter auf dem Markt zu halten.
00:19:50: Und ich will nicht alles von mir abhängig machen.
00:19:55: Ich will auch irgendwann in zehn, zwanzig, dreißig Jahren nicht gegen die Wand stehen und sagen okay jetzt wie geht es denn jetzt weiter?
00:20:02: Jetzt ist mir die Energie ausgegangen und insofern bin ich durchaus dabei wie vorher sagt, die Sachen einfach zu halten aber Sachen auch von mir ein bisschen unabhängig zu machen und das ist ein Prozess der entlang geht.
00:20:19: Ich versuche mir jetzt kein Mausoleum zu bauen noch weder sind wir ein Museum oder sonstiges.
00:20:24: also darum geht es nicht sondern es wird einfach die Werte in diesen kleinen Unternehmen sind zu erhalten und nicht nur von mir abhängig.
00:20:32: zum Machen.
00:20:33: und ja ich habe glücklicherweise extrem engagierte und kompetente Kolleginnen.
00:20:43: Und wir treiben das voran, aber auch die Kolleginnen wollen irgendwann mal in Rente gehen unverschämterweise also.
00:20:51: da ist noch ein bisschen Zeit hin.
00:20:53: Aber einfach mal ein bisschen weiter zu denken und es nicht aus den Augen zu verlieren um eben das Ganze aktiv angehen zu können und nicht irgendwo, wenn ich will der muss irgendwann mal und ich will was machen.
00:21:05: Aber da gibt es jetzt keine konkreten Entwicklungen.
00:21:09: das ist aber ein Thema für mich.
00:21:11: In jedem Job gibt es Aspekte die nicht so erfüllen sind wie andere.
00:21:14: Das ist im Job als Brettspielauto natürlich nicht anders.
00:21:18: Welche drei Dinge nerven Sie denn besonders beim entwickeln von Brettspielen?
00:21:24: Also Nerven ist ein starkes Wort.
00:21:26: aber es gibt ein paar Sachen die mich nerven.
00:21:30: Also manchmal nerven in dem Sinne, dass es mir nicht ganz gefällt und manchmal das ist mich wirklich nervt.
00:21:37: Ich habe mich ja ganz bewusst entschlossen kein Verlag zu werden.
00:21:41: also ein Verlag Spiele dann auch zu produzieren und zu vermarkten würde auf der Hand liegen und sagen warum mache ich das nicht mit?
00:21:50: aber realistischerweise ist das natürlich ein ganz anderes Geschäft als kreativ spiele zu entwickeln.
00:21:56: Ich habe mich entschlossen das zu machen, hat auch mit Einfachheit zu tun.
00:22:00: Dass ich am besten kann und mich darauf konzentrieren.
00:22:04: Das heißt aber wenn ich jetzt nur einen Prototyp bastle dann kommt er natürlich nicht in die Schublade soll er auch in die Welt hinaus.
00:22:12: und wir brauchen immer einen kompetenten Verlag der dann den zweiten Teil dieser Reise übernimmt nämlich unseren Prototypen der fertig ist Artwork ausgestattet ist, die natürlich nicht endgültig ist.
00:22:24: Weil jeder Verlag seine eigene Grafiken hat aber natürlich die festen Regeln und die Komponenten alles schon vorgegeben sind der das dann übernimmt entsprechend umsetzt und vermarktet verkauft also auch natürlich produzierte vor.
00:22:40: Nun ist es so.
00:22:44: ich arbeite sehr hart daran dass Ich einen sehr professionellen Job mache und dass ich ein jetzt sage ich mal den Anflug sein perfektes Spieldesign abliefern.
00:22:54: Und genau das erwarte ich dann im zweiten Teil auch vom Verlag, dass der Verlag eben seine Aufgabe perfekt macht.
00:23:02: Das ist mir ganz egal ob der Verlak nun groß oder klein ist aber, dass er aus dem was ich geboren habe ein schönes Spiel macht.
00:23:20: Unsere Branche davon lebt, dass wir alle durch die Liebe zum Spielen in die Branche gekommen sind.
00:23:27: Leider ist es so, dass die Liebe nicht ausreicht um ein erfolgreicher Autor bzw eine erfolgreiche Verlag zu sein und es ist leider so das es ungeheuer viele Chaoten in unserer Branche gibt und man dann unter Partnern leidet die Sachen nicht zusammenkriegen ihre Regeln nicht vernünftig aufschreiben können.
00:23:51: Das nervt mich besonders, dass die Regeln vorne und hinten widersprüchlich sind, dass wirklich die Redakteure zum Teil... Also ich will nicht allen Unterricht machen!
00:24:01: Es gibt auch perfekte Redakteuren aber ein Teil der Redakteur gar nicht verstehen was sie nicht verstehen.
00:24:07: Gar nicht verstehen, was da an Fehlern und Inkonsistenzen, an Thermologieunterschieden drin sind, Widersprüchen drin sind.
00:24:17: Das ist etwas, was mir viel Arbeit macht.
00:24:20: Weil ich kann es ja nicht einfach absegenen und das ist was mich wirklich nervt.
00:24:25: Die andere Seite ist, was mich natürlich auch nicht besonders freut, wenn der Verlag ein Spiel dezentriert und hinterher sagt naja aber so passt's gar nicht!
00:24:37: Das wollen wir jetzt nochmal ganz umgestalten dann frag' ich schon ja warum dezentrierter das Spiel überhaupt von uns, wenn es euch nicht gefällt und ich hinterher noch mal alles neu basteln soll Ich rede euch auch nicht in euren Job rein und sage, ihr müsst es Marketing so machen oder die Produktion so machen.
00:24:52: Also da soll jeder seinen Teil auch professionell übernehmen!
00:24:56: Ich glaube das ist schon sehr wichtig.
00:25:03: Ja jetzt habe ich zwei Sachen genannt – das Chaos und das Rein-Designen.
00:25:15: Ich glaube dabei kann ich's auch belassen.
00:25:17: Es reicht ja auch wenn ein Zwei sah als wenn ein Zweisachen nerven.
00:25:20: Sie
00:25:21: haben jetzt gerade gesagt, die Liebe zum Spiel reicht nicht aus.
00:25:26: Deswegen die Frage welche drei Ratschläge.
00:25:28: sollte denn eine Person beherzigen, die hauptberuflich Prettspielautor werden möchte oder die überhaupt vielleicht den man mal einen Schritt weiter zurück, die einmal ein Spiel veröffentlichen möchte aber noch gar nicht so viel Erfahrung hat?
00:25:43: Ja also...die Liebe zum spiel Ist aus meiner Sicht essentiell.
00:25:48: Warum werde ich sonst viele Autos, warum mache ich wenn ich selbstständig werden möchte oder wenn ich etwas machen möchte was mein Leben erfüllt?
00:25:57: Warum suche ich mir was aus wenn ich die Freiheit habe?
00:25:59: Warum suchen wir was aus das mir dann kein Spaß macht?
00:26:03: dass das macht überhaupt keinen Sinn.
00:26:04: aber das ist sozusagen aus meiner sich eine Voraussetzung.
00:26:07: Ich glaube es ist wichtig Und das ergibt sich ja auch aus der Lebe zum Spiel und zum Spielen, dass man natürlich sich auskennt in der Branche.
00:26:16: Und dass man weiß welche Spiele es gibt nicht.
00:26:18: Dass man das hundertstelig mal nach Monopoly erfindet oder Mensch ärgert dich nicht erfindet und dann ungeheuer ängstlich ist das sein wie jemand anders die Idee klaut, die nicht neu ist.
00:26:29: Also das ist ja selbstverständlich, dass man sich ein bisschen auskennt.
00:26:32: Dass man anfängt auf Messen zu gehen und andere Spiele anschaut, dass Man Verlage des Programms anschaut um sich einfach da mal ein bisschen Schritt für Schritt zurechtzufinden Aber Schritt für schritt aus meiner Sicht ist ganz wichtig.
00:26:44: Das ist jetzt wohl der erste Hinweis Nicht gleich nach dem großen Weltrekord streben Nach dem super Erfolgsverkaufserfolg sondern Schritt für Schritt Vielleicht mit einem kleinen Verlag, der genauso brennt wie man selber für das Spiel einen Schritt zu gehen.
00:27:07: Zu lernen auf Augenhöhe, weil wenn man als unbekannter Autor jetzt auf einen internationalen Verlag zugeht dann kann es nicht auf Augenhöhle funktionieren, wenn man überhaupt durchkommt.
00:27:18: Schritt für Schritt veröffentlicht werden, lernen umzuschauen Wie mache ich das nächste?
00:27:26: Was kann ich... Wie kann ich besser gesehen werden, wie kann ich Türen öffnen?
00:27:30: Ich habe es schon selber zu mir gesagt.
00:27:32: Wenn man ein Autor werden möchte, dann sollte man nicht auch Verlag werden.
00:27:36: Selbstverlag ist eine gefährliche Geschichte, machen ja Leute auch.
00:27:40: aber dann habe ich kein zweites Veraugen wieder verlagt der dann drüber guckt und auch noch Sachen sieht und hoffentlich besser macht Und dann habe in der Regel die Garage voll.
00:27:49: mit eigen produzierten Spielen muss das Auto im Winter draußen stehen lassen.
00:27:54: Das ist aus meiner Sicht auch ein ganz wichtiger Punkt zu beachten.
00:28:04: und das dritte, seine eigene Handschrift und seine eigene Richtung zu bewahren.
00:28:13: Dabei bin ich auch schon bisschen bei den Spielepreisen eingegangen.
00:28:20: man darf sich nicht an anderen Sachen ausrichten.
00:28:22: wenn ich das jetzt so mache dann werde ich veröffentlicht.
00:28:24: nein da kommt man langfristig nirgends hin sondern man muss seinen Stil finden machen, vielleicht auch mit dem anfangen.
00:28:31: Mit den Spielen die einem besonders selber besonders Freude machen und sich selber treu bleiben.
00:28:37: das ist langfristig die Erfolgsstraße.
00:28:40: und so macht es dann aus dem gleiche anzufangen anstatt sich zu verbiegen weil verbogenen spiele werden nichts.
00:28:47: würden sie denn sagen dass es eine reine knizia handschrift gibt?
00:28:51: weil das trüppel zeigt es ja Sie sind ja eigentlich bekannt für ganz viele unterschiedliche
00:28:56: Spiele
00:28:57: und auch Komplexitätsgrade der Spiele, unterschiedliche Mechanismen.
00:29:02: Gibt es eine Knizia-Handschrift?
00:29:05: Ich glaube schon, wobei das natürlich durch andere Leute beschrieben werden sollte und nicht durch eine Selbstanalyse... ich habe sehr früh die Entscheidung getroffen, nicht von einem Markt, also in dem Fall Deutschland, wo ich noch gelebt habe, abhängig zu mich, abhängig zu machen Typ oder eine Kategorie von Spielen zu machen, sondern mir diese Breite zu erhalten.
00:29:31: Das ist mir sehr wichtig und das habe ich immer so verfolgt.
00:29:38: aber dann ist natürlich einerseits die Herausforderung auch genügend Variationen zu bieten.
00:29:45: andererseits glaube ich dass jeder Mensch ja auch seine Handschrift insgesamt mitbringt.
00:29:53: wir werden ja geprägt durch das was wir in unserer Kindheit und später erleben das, was wir vielleicht studieren oder was wir in der Arbeitswelt lernen und ich bin nun mal Mathematiker.
00:30:05: Also nein, ich sollte sagen Nein!
00:30:06: Ich bin nicht Matematiker sondern ich habe Mathematik studiert.
00:30:10: Ich habe sicher eine naturwissenschaftliche Ader und Naturwissenschaft heißt ja Reduktion auf das Wesentliche, Redundanz rausnehmen Grund Naturgesetze oder Gesetze zu finden und die das wesentliche beschreiben.
00:30:27: Da ist wieder die Einfachheit da!
00:30:28: Und ich glaube schon dass meine Handschrift darin besteht, dass meine Spiele relativ einfach erregeln haben einen relativ einfachen Zugang erlauben aber dennoch Die Spieltiefe dadurch entsteht, dass der Mechanismus sich eben öffnet für die Spieler, die sich einbringen können und selbst gestalten können.
00:30:55: Mache ich es jetzt so oder mache ich so?
00:30:56: Und je nach Persönlichkeit wird daraus sein auch ein anderes Spielerlebnis.
00:31:00: wenn nicht mit jemand anderem spiele dann passiert wieder was anderes.
00:31:02: also Ich versuche nicht Spiele zu machen wo man fünf Minuten entlang rüber bis der Zug endlich zu Ende ist und man wartet bis man endlich dran kommt sondern ich versuche kurze Züge zu machen.
00:31:16: Das wurde ja auch jetzt bei der Preisverleihung für Rebirth, für das Triple auch immer wieder herausgehoben dass Rebirth eben sehr einfache Züger.
00:31:28: Ich habe nur ein Plättchen in der Hand ich lege dieses Plätzchen auf dem Spielplan.
00:31:32: Ich muss nicht gröbeln welches Blätchen und ich leg's auf einen Platz der noch frei ist.
00:31:38: Aber was daraus entsteht, diese vielen Möglichkeiten und dann gehen die Züge halt sehr schnell.
00:31:43: Und damit kann ich viele ZüGE machen!
00:31:44: Und da entsteht die Dynamik eben aus dieser Vielzahl der Entwicklung der Zügel.
00:31:49: Das heißt... Ich versuche die ZÜGE kürzt zu halten.
00:31:53: Ich versuchte die Dynamika des Spiels eben durch dieses Flotte aufeinander folgen zu bekommen.
00:31:58: Und das ist im Grunde genommen sehr einfach.
00:32:00: zusammenzufassen ist, was ich will aber man dann im Spiegeschehen merkt aha Ganz so einfach war es nun doch nicht.
00:32:07: und wenn ich das einmal gespielt habe, habe ich es eben nicht abgespielt.
00:32:10: Sondern verstehe ich erst ein bisschen mehr was sich mit anderen fühle ich noch mal Und so erlebt man auch dem zehnten Mal auch noch einen, dass er eine neue Ecke findet und dass man sich wieder neu darauf einstellen muss.
00:32:18: Das liebe ich am Spielen.
00:32:21: Ich hab's Woche durch die Wüste gesagt Es ist einfach so viele Dinge zu tun Laute einfache Sachen aber ich kann nicht alle tun.
00:32:28: und jetzt was mache ich als erstes?
00:32:30: Und wo brennt es am meisten?
00:32:32: das ist noch eine andere Sache die neben dieser Einfachheit mit einbaut.
00:32:36: Die Einfachkeit der leichte Zugang zu einer ungeheuren Vielfalt von Möglichkeiten, die ich abdecken kann.
00:32:43: Genau weil das ist ja auch etwas der Reiz von Rebers ist.
00:32:46: also man würde sagen man muss schon zumindest mal kurz grübeln wo man dieses Plättchen jetzt genau hinlegt weil es ergeben sich heraus verschiedene Implikationen.
00:32:54: Aber es stimmt schon, dass jetzt natürlich keine zehn Minuten oder zwanzig Minuten Züge wo die anderen einfach dabei sitzen und nichts tun können.
00:33:04: Es ist ja so, es soll ja nicht trivial sein das man gespielt wird.
00:33:07: Das darf auch nicht sein aber es ist eben das richtige Maß an Entscheidungsfreiheit.
00:33:13: und darum war ganz bewusst Das Design, ich habe jetzt nicht drei oder fünf Plätzchen zur Auswahl.
00:33:20: Weil dann grübliche schon dieses eine Plättchen dort und dort und das andere da.
00:33:23: Und dann behalte vielleicht doch die Hand dann für nächstes Mal dies.
00:33:26: Das wird eben zu tief sondern es ist einfach die richtige Entscheidungstiefe zu finden, die dem Spiel gut tut und die Dynamik erhält.
00:33:35: Damit würde ich den ersten Block schon mal schließen.
00:33:38: Rainer Knizja als Auto und wir würden zum zweiten Block kommen.
00:33:41: Raina Knizya als Spieler Auch wenn Sie jetzt unheimlich viele Spiele schon erfunden haben, es gibt ja noch viel, viel mehr Spieler auf dieser Welt zum Glück.
00:33:53: Welche drei Spiele hätten sie denn gerne selbst erfunden oder entwickelt und warum?
00:34:02: Das ist fast eine schwierige Frage.
00:34:04: als welche drei von meinen Spielen sind möchte ich besonders herausstellen.
00:34:09: Da muss sich auch ein gewisserweise aufgrund meines Zeitmangels weil das ist auch bei mir so, da haben wir vorher angesprochen Es gibt so viele neue Ideen und so viele Spiele zu entwickeln, also da brennt es mir auch immer unter den Fingern heute Abend.
00:34:25: Testen wir wieder morgen testen übermorgen testen.
00:34:27: was kommt denn auf den Tisch?
00:34:29: Und da ist es einfach so wenn wir spielen kommen immer die neuen Designs auf den Tisch weil Spielentwicklung ist letztlich spieltesten.
00:34:39: man kann auch als Naturwissenschaftler das nicht alles am Reisbrett zusammenrechnen und sagen so ist jetzt der Spaß maximiert sondern man muss es erleben.
00:34:47: Und das heißt, ich spiele ganz selten andere Spiele.
00:34:51: Das heißt, sich habe auch gar keinen Überblick welche Spiele ich denn jetzt sozusagen traumhaft erfinden wollte.
00:35:02: Da würde ich jetzt vielen Unrecht tun.
00:35:04: natürlich kann ich sagen Ja, also das Collectible Card Game hätte ich schon gerne erfunden.
00:35:10: Also die Sammelkartenspiele weil es hat ja eine riesen neue Industrie aufgemacht.
00:35:16: Man kann sich immer solche Welterfolge herbeisehnen.
00:35:19: wobei ich da noch sagen muss Richard Garfield dann habe ich ihn Seattle besucht und da war sein Magic noch nicht veröffentlicht aber er hat mir gezeigt und erklärt Gescheit, wie ich war habe ich dem Richard gesagt also Richard das kannst vergessen.
00:35:37: Das wird nix.
00:35:38: Das ist viel zu kompliziert.
00:35:39: Das fliegt nicht.
00:35:41: ja.
00:35:42: Also sowas kann man sich wünschen aber dann ist man sogar zu doof die Innovationen zu erkennen.
00:35:48: Ich hab vorher und sie haben es auch angesprochen schon El Dorado erwähnt Und versucht die Türen bei einem Deckbauspiel aufzumachen.
00:35:56: natürlich ist es auch eine wunderbare Leistung überhaupt erst mal mit einem Genre, wo ja Tassenspiel schon ewig da sind.
00:36:04: Was kann man denn noch Neues machen?
00:36:05: Hier!
00:36:06: Deckbau kann ich machen was ganz neues.
00:36:08: also es gibt immer wieder so faszinierende Wendungen die unerwartet sind sie die einen wirklich überraschen.
00:36:21: ah das gibt's auch noch und Diese Sachen faszinieren mich.
00:36:26: Das ist aber mehr eine Faszination oder eine Anerkennung als jetzt zu sagen, naja das hätte ich jetzt auch noch gerne erfunden.
00:36:36: Welche drei?
00:36:36: dann würde ich die Frage mal umformulieren?
00:36:38: Welche Dingermechanismen faszinen Sie denn besonders?
00:36:43: Also Sie haben jetzt einmal schon die Sammelkartenspiele erwähnt Gibt's noch irgendwie, ich mein es gab jetzt irgendwie die Exit-Spiele ist ja ein neues Phänomen.
00:36:52: Jetzt haben wir mit Cosy Sticker will auch irgendwas neues Zeitdruckenspielen bei Space Alert oder wie auch... Also es gibt dauernd irgendetwas Neues.
00:37:00: was fasziniert sie dann?
00:37:02: Oder welche drei Dinge faszineieren Sie besonders?
00:37:05: Das Sammelkartenthema hat mich sehr fasziniert, wobei ich persönlich unfähig bin, Sammel-Kartenspiele zu machen.
00:37:13: Auch wenn man Dinge kann und ein paar Spiele kann ich ja entwickeln aber es gibt auch Shores, wo ich gemerkt habe das kann nicht so gut, das liegt mir nicht und dann muss man das auch einsehen und anderen überlassen.
00:37:24: Aber das ist sicher eine gigantische Erfindung gewesen, eine Innovation!
00:37:28: Ich hab ja schon erwähnt Deckbau wieder eine gigantische Wendung gewesen.
00:37:34: Und ich glaube, vorher habe ich in My City erwähnt auch die Legacy Spiele.
00:37:42: also um jetzt modernere Richtung zu nennen ist etwas wo man am Anfang gleich wie beim kooperativen spiel den kopf geschüttelt hat und gesagt naja soll ich diese karte zerreißen was soll denn das umsehen?
00:37:54: das ist irgendwie so ein moderne effekthascherei bis man dann wirklich also ich bin bei großen trends immer der falsche um das einzuschätzen und bis man da sozusagen kapiert was dafür tiefend drin sind.
00:38:09: Dann war halt auch wie bei dorado meine Also das sieht man ja auch, wo meine Faszination liegt.
00:38:15: Wenn ich fasziniert bin dann gucke ich es mir an und sage was kann ich jetzt zu dieser Richtung wenn ich sie schon nicht selber erfinden konnte weil ich zu doof überhaupt sehen was für eine Innovation ist?
00:38:24: Was kann ich denn jetzt, wo ich's auch kapiert habe noch dazu beitragen und so hab' ich da mehr auf my city gemacht Zunächst mal komplexen Legger sich Spiele aufzumachen und in ein einfaches Familienspiel umzusetzen, wo jeder gleichzeitig spielt.
00:38:42: Wo alle dran sind, wo man in einer halben Stunde eine Etappe durchgespielt hat was ja dann auch wieder viele neue und vielleicht auch die Gelegenheit Spieler einlädt auch diese wunderbaren Mechanismen kennen zu lernen.
00:38:54: Jetzt habe ich die drei genannt.
00:38:56: Sie spielen mit unheimlich vielen Menschen.
00:39:00: Welche drei Eigenschaften sollten den Menschen besitzen?
00:39:03: Mit denen sie gerne spielen?
00:39:04: Ja, also mit so vielen spiele ich eigentlich gar nicht.
00:39:08: Weil wir haben hier einen Testkreis von ja ein bis zwei Dutzend Seiten die ich jede Woche einmal sehe und wo wir spielen.
00:39:17: und wo wird testen?
00:39:19: Meine besten Spieletester sind die... das ist jetzt nicht eine Eigenschaft von denen meine besten Spieltester sind, die dich am liebsten permanent erwürgen möchte weil sie natürlich kritisch sein sollen!
00:39:29: Wir packen ja Ich packe ja, ich bin ja nicht auf der Bühne normalerweise und auch nicht in Interbühnen normalerweise wo ich reagieren kann.
00:39:37: Sondern ich packe hier meine Unterhaltung ins Schachtel.
00:39:40: Und dann wird irgendwann mal die Schachteln aufgemacht und soll die Unterhaltungen rauskommen.
00:39:43: Dann muss man sie halt vorher auch wie gesagt hineintesten.
00:39:47: Das heißt, dann nützt es auch nichts.
00:39:49: da bin ich nicht mehr dabei um das Spiel zu verteidigen sondern es muss vorher gemacht werden.
00:39:54: also die testen kritische Tester... Also hart zum spiel aber nicht zu den Leuten sag' ich mal Der engere Kreis, mit dem wir spielen.
00:40:04: Natürlich bin ich dann auf Messen und in anderen Veranstalten, wo man auch mit dem weiteren Publikum spielt.
00:40:09: Das ist ja auch wichtig Kindergarten gehen um Kinderspiele zu testen.
00:40:12: Also es ist nicht nur, sonst wird man ja zu klastrophobisch und zu eng!
00:40:16: Aber was für Eigenschaften?
00:40:17: Also jetzt das Erwürgen ist keine Eigenschaft, sondern warum spielen wir?
00:40:24: Wir spielen nun mit anderen Menschen eine angenehme gute stimulierende Zeit zu haben.
00:40:29: gerne mit angenehmen Menschen, mit denen ich einfach zusammen sein möchte.
00:40:32: Warum sollen wir jemanden spielen, der mir unsympathisch ist?
00:40:35: Der irgendwie gar nicht meine Art ist, mit dem ich nicht zusammen sein möcht'.
00:40:38: Also das erste und das überwiegende.
00:40:41: Wir spielen, wir suchen die menschliche Gemeinschaft des Spiels bringt uns zusammen und ich möchte mit netten, angenehmem Menschen zusammen sein.
00:40:47: Das ist das Aller aller Wichtigste!
00:40:49: Ich glaube es auch sinnvoll, wenn jetzt nicht jemand so verbissen aufs Siegen ist und wenn er verliert dann irgendwie beleidigt ist persönlich nimmt.
00:41:01: Ich glaube das ist im Wesentlichen durch unsere Spüliekultur auch ziemlich ausgemerzt weil es keine schöne Eigenschaft ist, wenn man rücksichtigen muss, weil da nicht verlieren kann.
00:41:12: Also ich glaube dass diese eine Grundvoraussetzung.
00:41:17: Als ich in England war hatten wir so einen Ausdruck, hoffentlich ist kein Chris am Tisch.
00:41:22: Weil ich hatte mehrere Freunde die haben alle Chris geheißen und die waren alle schrecklich langsame Spieler.
00:41:26: Und wenn man ein langsamer Spieler am Tisch hat der nun sämtliche auch unrelevante Möglichkeiten durchdenken musst du das eher selber dann... Die Genugdung hat jetzt alles durchsagt haben.
00:41:42: Es sich ungeheuer auslebt, während die anderen sagen, jetzt komm doch mal und mach doch mal!
00:41:47: Also Halbwegsflot zu spielen gehört auch zum Respekt der Gemeinschaft das man den Spiel auch voran bringen will nun nicht sozusagen als Alleinspieler auftritt und die Anderen nur aufgewöbeln dass es weitergeht.
00:42:00: Wir hatten ja eben schon darüber gesprochen Dass es heutzutage relativ viele unterschiedliche Mechanismen gibt.
00:42:06: Mein Eindruck ist dass sich auch die Themenvielfalt bei Spielen so ein bisschen vergrößert hat.
00:42:14: Gibt es denn trotzdem drei Themen, von denen Sie sagen, die würde ich mir mal häufiger in Brettspielen wünschen oder da würde ich mich überhaupt mal vielleicht wünscht, das dazu mal im Brettspiel erscheint?
00:42:26: Ich glaube, da muss ich sie jetzt enttäuschen!
00:42:28: Weil wir leben ja in der Welt der Vielfalt für die Spiele und Es werden ja immer wieder neue Themen gesucht.
00:42:38: Wir brauchen jetzt nicht noch viele Spiele, die irgendwo in der Renaissance in Italien spielen oder dies oder jenes spielen.
00:42:44: Das gibt einfach... Ich sage das immer, es gibt viele Themen sind abgelutscht und das ist ja eine große Herausforderung beim Spiel entwickeln auch neue Themen zu finden.
00:42:55: was ist heute relevant also relevant zu bleiben?
00:42:59: Und ich habe schon ein paar Themen an denen ich arbeite.
00:43:02: Aber die verrate ich Ihnen nicht, weil sie sollen ja neu auf den Tisch kommen!
00:43:06: Also ich wünsche mir nicht eine Wiederholung von vielen Themen, die es schon gab, sondern irgendwie ein neues was reizvolles immer wieder die Augen offen halten.
00:43:13: Was gibt's denn jetzt?
00:43:14: Gibt es neue Charaktere, gibt es neue Filme oder gibt es einfach neue Entwicklungen der Welt?
00:43:19: Weil Spiele sind ja ein Spiegel unserer Zeit, unserer Welt und wenn etwas Neues auftaucht dann dazu ein Spiel machen Ja und dann eben nicht der Letzte zu sein, sondern der Erste zu sein.
00:43:30: Und insofern ist die Antwort hier, ja es gibt einen Teil in meinen Spubladen.
00:43:35: Aber die kommen erst dann heraus wenn sie auf dem Markt sind.
00:43:39: Gut!
00:43:39: Dann lassen wir uns überraschen und würden mit dieser Antwort auch das zweite Oberthema nämlich Rainer Knizja als Spieler mal schließen und damit schon zum dritten Oberthemer kommen.
00:43:49: RainerKnizja persönlich oder als Mensch?
00:43:53: Sie haben ja in ganz unterschiedlichen Ländern gelebt und gearbeitet, in den USA, England oder Österreich.
00:43:59: Und heute leben und arbeiten sie jetzt wieder in München.
00:44:03: Welche drei Dinge aus anderen Ländern vermissen Sie denn in Münchern am meisten?
00:44:11: Also meine Lieblingsstadt ist nach wie vor Wien wo ich auch mal gelebt habe.
00:44:20: Ich habe auch meinen Lieblungshotel in Wien.
00:44:24: aber dieses Vermissen ist nicht so schlimm weil jedes Jahr im Sommer pack ich alle meine Spiele ein, meine Sachen die fertig sind oder fast fertig sind und gehe auf einen Design Retreat nach Wien.
00:44:40: Und habe da sehr intensive zwei Wochen wo ich eigentlich nur arbeite.
00:44:46: jeden Tag darf ich eine Stunde heraus um Wien ein bisschen zu sehen.
00:44:51: meistens gehe ich dann ins Büchergeschäft um noch nach Recherchen zu gucken für das nächste Thema.
00:44:56: aber das heißt So verbinde ich das angenehme mit dem nützlichen, erhalte ich mir den Kontakt zu Wien und bin dort wirklich sehr stimuliert und begeistert.
00:45:09: Wirklich neue Dinge zu entbieten und neue Dinge machen da... Ich bin ja früher aufsteher normalerweise stehe ich um vier Uhr auf aber da hält es mich dann nicht mehr, da bin ich meistens im Zweifeln auf weil ich mich gar nicht mehr bethalten kann vor Begeisterung für die neuen Projekte.
00:45:23: Also das ist sozusagen Österreich.
00:45:26: Aus England vermisse ich natürlich die vielen Freunde.
00:45:29: Ich habe da ein zwanzig Jahre in England gelebt, wir haben dort viel zusammengespielt Wir haben Dinge entwickelt.
00:45:36: Natürlich geht die Freundschaft über Spielen auf hinaus und diese Freunde lässt man dann sozusagen bis hin zurück.
00:45:42: Da darf man sich auch nichts vormachen.
00:45:44: Also die Pilger kommen dann auch schon mal alle ein zwei Jahre wieder nicht falsch verstehen Herr Rüber und besuchen uns in München dann spielen werden Wochenende oder so.
00:45:53: aber Natürlich, wenn man weggeht hinterlässt man immer Freunde und das ist eigentlich das was man am meisten vermisst.
00:45:59: Natürlich sind es auch Orte die man liebgehauen hat aber die Menschen stehen da drüber.
00:46:05: Amerika vermisse ich leider.
00:46:07: dass alte Amerika habe ich in Amerika aufstudiert.
00:46:09: Das alte gute amerika das vermisse Ich.
00:46:12: das neue zieht mich nicht an.
00:46:16: Sie haben selbst bereits einige Bücher geschrieben, jetzt weiß ich gar nicht ob sie die nächste Frage beantworten können.
00:46:22: Die Frage ist nämlich welche drei Bücher haben Sie zuletzt gelesen und was haben Sie daraus mitgenommen?
00:46:26: oder haben Sie weil Sie so viel andere Dinge machen vielleicht gar keine Zeit mehr zum Lesen?
00:46:33: Also ich lese noch!
00:46:36: Ich habe meine Zeit lang auch viel auf den elektronischen Medien gelesen.
00:46:42: Man isst ja auch abends in Bett häufig Und ich bin jetzt wieder clean.
00:46:49: Ich habe mir jetzt endgültig vorgenommen, keine elektronischen Geräte ins Schlafzimmer zu nehmen.
00:46:54: Man lässt sich... ich lese gerne auch auf dem Bildschirm weil man kann die Geschwindigkeit, man kann sich sogar vorlesen lassen und dann kann die Helligkeit, die Größe alles einstellen.
00:47:03: Das ist zwar ganz nett aber ich habe wieder zum altmodischen Lesen zurückgefunden und mag das auch sehr gerne.
00:47:11: Aber oftmals ist es so dass wenn ich um vier aufstehe bis am Abend zum Zehntesten dann habe ich keine große Aufnahmefähigkeit mehr.
00:47:22: Und insofern lese ich gerne Zitate, hüttische Zitate oder man auch einfach nur ein Witzebuch!
00:47:34: Und da ist nämlich die Attention Span, also die Aufmerksamkeitsspanne so dass ich nach jedem Witz einschlafen kann oder nach jedem Zitat eigentlich schlafen.
00:47:43: Da bin ich auch so faul, dann lege ich mich auf eine Seite und lese immer nur die linke Seite des Buches und dann morgen leg ich mir auf der anderen Seite und lesen mal die Rechte das ich nicht alles in der Hand halten muss.
00:47:52: Also das ist sozusagen das Lesen der primitivsten Art.
00:47:56: aber sowas mache ich und natürlich gibt es auch ein paar Bücher die mich sehr ansprechen, die ich auch immer wieder hernehme.
00:48:09: Also eines meiner absoluten Lieblingsbücher des Letzens wieder da war ist Die Zeitmaschine von H. C. Werls.
00:48:18: Ich bin mit dem Thema Zeit und Zeitreise um.
00:48:21: wie die Zeit vergeht und was sich ändert im Laufe der Zeit, bin ich sehr fasziniert vom diesem Thema.
00:48:34: Das Buch ist deutlich besser als der Film, weil natürlich der Autor dann noch mal sehr stark auf die Theorie, wie man eine Zeitmaschine baut steht da wirklich drin kann man machen.
00:48:43: Eingeht und das ist einfach sehr schön auch wenn ich so die Entwicklung sehe unserer heutigen Gesellschaft immer mehr in Richtung der Aloys geht.
00:48:51: Dann hat er ja schon alles vorausgesagt.
00:48:53: Herr Mr Bells Ja Ich bin organisatorisch begeistert von Zeitmanagement oder Organisation.
00:49:04: Es gibt ein fantastisches Buch vom Servant Schreiber im Franzosen, das einen schrecklichen Titel hat die neunzig Minuten Stunde.
00:49:13: Das ist so ein halsschreiherischer Titel.
00:49:16: nur wenn man ich habe mich sehr mit dieser Literatur beschäftigt über Organisation und Zeitmanagement.
00:49:22: selbst Organisationen und die Leute schreiben alle voneinander ab.
00:49:26: Also so baut man halt aufeinander auf und das kommen immer wieder die gleichen Prinzipien, Prioritäten.
00:49:31: Und dieser Servausschreiber hat sich wirklich hingesetzt und sich selber dazu Gedanken gemacht.
00:49:40: Das Buch ist ein bisschen älter.
00:49:41: eine ganz eigene Überlegung zur Zeit angestellt, tiefe Überlegung zur Zeit angestellt.
00:49:49: Geht zurück zu dem ja warum muss ich denn die Zeit haben?
00:49:52: und dann warum muss sich denn die zeit synchronisieren?
00:49:55: weil die Züge fahren?
00:49:56: Dann muss ich dafür suchen sorgen dass die Zeit im einen Dorf mit dem anderen Dorf irgendwie beeinstimmt.
00:50:01: und so hat er angefangen wie die Zeit eigentlich für uns relevant wurde aus der Eigentlichkeit heraus und nicht aus dieser abstrakten Ableitung raus.
00:50:08: also das Buch habe mich sehr fasziniert jemanden zu sehen der sich selber Gedanken macht sehr einzigartig.
00:50:18: Und letztens habe ich ein Buch gelesen, jetzt weiß ich den Titel nicht mehr ganz genau.
00:50:24: das ist die Internet of the Victorian Age oder ich hätte es nachschauen sollen.
00:50:32: da geht es um die Erfindung des Telegrafen und es ist sehr bemerkenswert wie durch diese Möglichkeit der Kommunikation damals die Welt verändert wurde, weil wir sprechen ja heute von der ganzen Digitalisierung und das sich alles und dann bis an die Börse dieses Instant Trading.
00:51:02: Alles was da passiert durch den Ausgleich natürlich hat sich sehr verändert in der Welt.
00:51:06: aber was so ein einfacher Mechanismus und eine einfache Erfindung des Telegrafen ausgemacht hat, wo ich plötzlich die Preise für Produkte aus dem Nachbardorf wusste.
00:51:20: Ich meine wie kriege ich denn was mit hundert Kilometer weiter?
00:51:23: Also Reisen ging nicht und so weiter.
00:51:24: und plötzlich kann ich der Abitrage Sachen machen, plötzlich kann der Händler um sechs Uhr abends nicht mehr zu machen weil er halt im Acht uhr abends auch noch guckt was sind die Preisse dort?
00:51:32: also?
00:51:32: und dann gab es Geldüberweisungen.
00:51:34: somit der Überlegung ja aber Schicken's mal zehn Pfund gerade, nicht die zehn von zwanzig weil sie zwanzich sind gehen wahrscheinlich in der Leitung verloren das Kleingeld also.
00:51:44: es gibt dann auch die verrücktesten Annahmen.
00:51:46: aber da gab's schon die Betrüger Wie heute auch ist meine die dann halt ihre scams gemacht haben und versucht haben durch die telegraphischen Überweisung Geld zu machen, zu betrügen.
00:51:59: Es hat auch ein Bankräuber erwischt der natürlich normalerweise einfach die Bankerwahl in den Zug gesprungen ist und dann weggegangen ist.
00:52:05: und plötzlich haben wir telegrafiert und also auf der anderen Seite auf dem Zug ausgestiegen verhaftet worden.
00:52:09: ja und diese Diese Überlegung, dass alle diese Dinge die uns heute wieder fahren und wo die Leute mal so magtschreier ich sagen ja So war es noch nie.
00:52:20: und so weiter.
00:52:21: Es gab Stiles vielleicht schon Und dieses Buch hat mich sehr fasziniert.
00:52:26: leider den Titel nicht mehr ganz da aber Das sind einfach.
00:52:30: Ich mag Geschichte sehr hat sich auch in meinen Spielen ausgedrückt das einfach reflektiert nochmal zu sehen, die Entwicklung von heute in Perspektive zu setzen.
00:52:43: Früher gab es das ja auch schon auf andere Art
00:52:46: und vielleicht kommen wir ja auch irgendwann mal dahin dass die Menschheit dann aus ihren Fehlern der Vergangenheit für die Zukunft lernt.
00:52:54: Wir kommen zur vorletzten Frage.
00:52:56: Es gibt unheimlich viele Interviews mit ihnen Es gibt Bücher die sie geschrieben haben Sie halten Vorträge Also es gibt ziemlich wenn man nach Ihnen sucht findet ziemlich viel meistens im Zusammenhang oder oft im Zusammenhangen mit Spielen.
00:53:11: Welche Dinge, die nichts mit Spiele zu tun haben weiß denn fast niemand über sie.
00:53:21: Das ist eine überraschende Frage!
00:53:28: Ich war früher ambitionierter Leichtathlet und treib auch immer noch so viel Sport wie ich eben treiben kann hatte irgendwie im Kopf dass sich da vielleicht auch große... Trainings fleißig da im Kopf mal wirklich Erfolge zu machen.
00:53:45: Im kleinen Pond ging das so, ich war mal schwäbischer Meister bei vierhundert Wetter aber das weiß wahrscheinlich heute keiner mehr.
00:53:53: Aber ich war einfach nicht schnell genug!
00:53:57: Und dann bin ich in den Fußballverein gegangen, da war ich fürchterlich schnell und konnte als Verteidiger über drei Mal hinterher in den Balleign nehmen.
00:54:06: Da war ich nicht geschickt genug bei der Ballführung.
00:54:10: Das heißt aus dieser Karriere ist nichts geworden.
00:54:14: Dann habe ich auch einen Ring der organisierten Kriminalität.
00:54:19: Ich sammle nämlich... Da hat man jetzt natürlich, die letzten Jahre haben wir ja ein bisschen Strich durch die Rechnung gemacht weil die Leute vorsichtig geworden sind.
00:54:27: Ich habe es natürlich nicht nur durch mich, ich hoffe nicht dass das nur noch durch mich gegangen ist.
00:54:31: Ich sammle Bestecke von Airlines, von Fluggesellschaften.
00:54:37: Das heißt schöne Löffelchen, schöne Gabeln, die Messerchen und so... Und ich hab da eine Riesen-Kollektion, also da kommt Metall Vielleicht kommt da schon eine halbe Tonne Metallzüge.
00:54:54: Manchmal fragt man die Leute freundlich, manchmal saut man einfach um so einen Löschen.
00:54:59: Also dieses Fieber und diese Begeisterung entstand einfach daraus dass ich früher viel geflogen bin und ich gesehen habe das da ganz neue und ganz unterschiedliche Designs sind Und so habe ich einfach mal die, weil ich ja auch Spiele-Design mache.
00:55:17: Wer die einfach mal hingelegt habe und daraus wurde dann so ein Febel oder einen Splen und dann habe ich immer mehr gesammelt und dann hab' ich meine Freunde als organisierte Community aufgefordert doch auch mitzumachen wenn die in einer anderen Airline geflogen sind.
00:55:30: bring mir doch da mal was mit usw.
00:55:33: natürlich haben dann die Airlines zu langsam mitbekommen das Indie die Bestecke ausgehen und da haben sie plastische Bestecken genommen.
00:55:39: Da gab es natürlich andere Gründe dafür, und insofern gibt's jetzt weniger Messer, die man noch einstecken kann.
00:55:45: Aber das ist ein großes Geheimnis, dass ich niemals öffentlich zugeben würde.
00:55:53: Die Seichtathletik, das Besteck?
00:55:55: Und gibt's auch noch was Drittes?
00:56:02: Was gibt es noch Dritts über mich als langweiligen Menschen zu wissen?
00:56:14: Ich habe es vorher glaube ich schon erwähnt, ein großes Febel von mir ist und da hab' ich auch Bücherregale voll sind.
00:56:21: Einfach Zitate von anderen Menschen.
00:56:24: das die sammle ich diese Bücher.
00:56:26: Ich bin auch verrückt weil ich so viele kaufe wo immer die gleichen Zitate drinstehen und so weiter.
00:56:31: aber man findet dann immer wieder mal einen ganz hervorragendes Buch Und das hilft mir dann auch wenn ich abends im Bett lese wie er läutet.
00:56:43: Das ist etwas, wo ich auch immer wieder die Einsicht bekomme von Zitaten.
00:56:49: Aha!
00:56:49: Da steckt eine Wahrheit drin, über die man dann reflektieren kann und das ist einfach eine große Freude für mich wenn man sozusagen die ganze... Auch Sprichwörter, wenn man die ganze Weisheit der Menschheit dort hat, Bücher mit Sprichwertern aus China, aus Frankreich, aus Russland zurück sich da ein gewisserweise auch die nationale Kultur in gewisser Weise aus und das finde ich sehr, sehr spannend.
00:57:16: Das letzte, das Buch hätte ich auch erwähnen können – das ist übrigens Out of Print leider vom DTV-Verlag.
00:57:23: aber wie man sich und anderen Leuten das Leben schwer macht es eine ganz hervorragende Sammlung von Zitaten, die alle in diese Richtung gehen und des Buches nur noch antiquatisch Ja, Fremdwörter.
00:57:41: Nur noch gebraucht zu haben.
00:57:43: und wir hatten letztens mit den Testern des Trippel gefeiert und dann hat jeder Tester... Da habe ich geguckt wo ich die noch herkriege.
00:57:53: aus dem alten Beständen hat jeder so einen Buch bekommen und jetzt machen sie sich alle gegenseitig das Leben doch schwerer.
00:57:59: Gibt es ein Lieblings-Zitat?
00:58:07: Also eins hängt da dass Einstein zugeschrieben wird.
00:58:11: dabei Einstein werden viele Zitate zugeschrieben.
00:58:19: Ich kann es auch nicht genau recitieren, aber der Hauptgrund für den täglichen Stress ist der Umgang mit Idioten und das darunter leiden wir heute schon ein bisschen.
00:58:39: Sie haben es ja übrigens gerade schon erwähnt.
00:58:40: Ich hatte dazu mal auch ein Interview gemacht mit Daniel Dunn, sei der nicht nur Übersetzer ist sondern auch Factchecker für Fragen in Quiz-Spielen und er hat nämlich in diesem Interview tatsächlich dann auch einmal von der Problematik erzählt wie kompliziert es sein Zitate oder Quellen von Zitaten tatsächlich zu verifizieren.
00:58:59: weil ganz oft ist es so dass die Quellen voneinander abschreiben aber es eigentlich gar keine Originalquelle mehr gibt.
00:59:06: Es setzt sich das sofort.
00:59:09: Also da gibt es ja eine klare Lösung, man fragt die KI und dann hat man absolut die richtige
00:59:13: Antwort.
00:59:14: Natürlich!
00:59:16: Das ist ja das nächste Problem.
00:59:17: aber gut.
00:59:19: Gut damit wären wir fertig.
00:59:21: ich hätte zum Schluss noch eine Bonusfrage sozusagen sich keinem dieser drei Themen oder diese Oberthemen konkret zuordnen lässt weil dir eigentlich alle drei Themen so ein bisschen berührt.
00:59:33: Rainer Knizia als Autor, RainerKnizia Als Spieler und RainerKnizia persönlich.
00:59:39: Welche drei Wünsche haben Sie für die Zukunft der Brettspielbranche?
00:59:47: Gut!
00:59:48: Sie haben ja meine Tendenz gesehen, kurze Fragen lang zu beantworten.
00:59:55: Jetzt antworte ich mal kurz Und zwar Vielfalt Kompetenz Mut.
01:00:07: Wollen Sie es noch ein bisschen ausführen?
01:00:09: Vielfalt bei Themen, bei Spielen, bei Marketingmaßnahmen.
01:00:14: Bei den Namen und bei den Programmen also die Vielfalten verschiedenen Spiele, die es in Zukunft gibt sich nicht sozusagen nur auf Erfolgstendenzen einzulassen da gehört ja auch der Mut dazu wirklich neue Sachen anzugehen.
01:00:30: und die Kompetenz oder die Mangel der habe ich ja schon ein bisschen beklagt.
01:00:35: Vielen vielen Dank für das Interview.
01:00:38: Sie wissen ja, da sie schon mal hier waren, dass sie gleich das letzte Wort haben.
01:00:42: Bevor es soweit ist noch eine kurze Abkündigung von mir.
01:00:45: dann können sich nochmal Gedanken machen.
01:00:48: Erstens danke, dass ich so lange Zeit genommen habe.
01:00:51: Zweitens wenn ihr da draußen diesen Podcast mögt oder andere Podcasts vom Broadcast von Frederik, dann empfehlt doch diese Folge weiter.
01:01:00: Drittens Abonniert doch diese Folge, gebt ja einen Daumen hoch in sozialen Netzwerken.
01:01:06: Bewertet sie wo auch immer ihr sie hört.
01:01:08: und abschließend um es mit Frederik zu sagen spielt habt Spaß seid inspiriert und inspiriert andere.
01:01:18: Mir war nicht klar dass ich jetzt ein Schlusswort habe aber dann mache Ich das Schlusswort auch ganz kurz never stop playing.
01:01:25: die besten Grüße an alle Spieler An meine Fans Und auch an meine Nicht-Fans.
01:01:30: Das Spielen ist eines der schönsten Dinge, die wir zusammen machen können.
01:01:33: Die bringt Menschen zusammen, öffnet die Tür zu anderen Menschen, bringt die Einsicht für Kulturen und ich hoffe dass sich einige von euch zumindest auf der nächsten Messe sehen werden.
01:01:48: Alles Gute!
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