[#408] Spiel des Jahres: Wie unabhängig ist die Jury, Harald Schrapers?

Shownotes

In Folge #326 interviewten Sebastian Wenzel (Kulturgutspiel.de) und ich Tom Werneck, einen der Mitbegründer der Jury "Spiel des Jahres". Das Verhältnis zwischen Werneck und der Jury gilt als kühl, in seiner Dissertation blies Werneck zum Angriff auf die Jury und stellte deren Unabhängigkeit massiv infrage.

Grund genug, den Jury-Vorsitzenden, Harald Schrapers, unmittelbar vor der Bekanntgabe der Empfehlungs- und Nominierungslisten zum "Spiel des Jahres", "Kennerspiel des Jahres" und "Kinderspiel des Jahres" zum Interview einzuladen. Die Gesprächsführung hatten hierbei erneut Sebastian Wenzel und Frederik Malsy.

Auf dem YouTube-Kanal des Vereins "Spiel des Jahres" werden am Dienstag, den 19.5., um 16h die diesjährigen Empfehlungs- und Nominierungslisten bekannt gegeben.

Vorher gehen wir der Frage nach: "Spiel des Jahres: Wie unabhängig ist die Jury, Harald Schrapers?"

Dieses Gespräch wurde auch in einer Zusammenfassung hier veröffentlicht: http://kulturgutspiel.de

Unser Gast: Harald Schrapers https://www.spiel-des-jahres.de/harald-schrapers/

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Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zum Broadcast, hier ist Frederik.

00:00:04: Und ja heute haben wir wieder eine der beliebten Interviewfolgen mit einem sehr spannenden Gesprächspartner und auch wieder mit doppelter Interviewführung wie schon im Gespräch mit Andreas Brück oder auch Tom Werneck.

00:00:15: Im letzten Jahr werde ich heute das Gespräch wieder mit Sebastian Wenzel von Kulturgutspiel gemeinsam aufzeichnen.

00:00:56: Danke für die Einladung.

00:00:58: Wir haben ja letztes Jahr und vorletztes Jahr schon zusammen ein solches Interview geführt, einmal mit Andreas Brück von dem ehemaligen Alea Redakteur.

00:01:06: Und dann auch im letzten Jahr mit Tom Werneck und beide Interviews haben eine gewisse Resonanz hervorgerufen dass wir gesagt haben, jetzt wollen wir doch noch mal eine andere Perspektive hören.

00:01:19: Und deswegen haben uns heute wieder entschlossen das Gespräch gemeinsam zu führen und wir haben uns Heute keinen geringeren Eingeladen als den Sprecher.

00:01:26: nicht, nein Nichtsprecher, denn Vorsitzenden der Spiel des Jahres Jury nämlich Harald Schrapas.

00:01:31: Hallo Harald schön, dass du auch da bist.

00:01:32: Danke für deine Zeit!

00:01:34: Hallo Frälerich, hallo Sebastian.

00:01:37: Ja ist großartig, dass wir hier gemeinsam miteinander sprechen können und Harald Du hast es eben im Vorgespräch auch schon betont Ihr als Jury seid ja immer offen auch für Gespräche und für Transparenz.

00:01:50: Das ist euch sehr wichtig, wir haben eine ganze Reihe von Fragen vorbereitet und werden sicherlich auf das ein oder andere Thema heute zu sprechen kommen was uns zumindest ein großes Anliegen ist.

00:01:59: Wir haben ja im letzten Jahr das Gespräch mit Tom Werneck geführt und er hat in seinem Buch ja doch die eine oder andere spannende Passage veröffentlicht und mit einer wollen wir direkt mal einsteigen, die glaube ich knackig ist und ein bisschen gesprächspotenzial bietet.

00:02:13: Er ist im Gespräch dann damals ein bisschen zurückgerudert Aber er schrieb eben in seinem Buch und das ist ja ein Auszug aus seiner Dissertation die Bezeichnung als Kritikerpreis.

00:02:23: Und damit meint er den Spiel des Jahrespreis, stellt ausdrücklich klar dass es sich um die aggregierte subjektive und individuelle Meinung einzelner Kritiker handelt von denen es jedoch immer weniger gibt und die zunehmend von Bloggern oder Videoproduzenten abgelöst werden die ihre Produktionen oder Webseiten häufig durch Werbung oder Sponsoring finanzieren.

00:02:45: Damit rückt die Kernqualität der Jury in den Bereich der Fragwürdigkeit, ob sie nach wie vor unabhängig von externen Einflüssen insbesondere von der Spieleindustrie und dem Spielehandel

00:02:57: entscheidet.".

00:02:58: Ich kann mir vorstellen eine solche Behauptung löst bei dir was aus Harald?

00:03:03: Was geht dabei?

00:03:04: dir Vorbilder so gelesen hast oder gehört hast?

00:03:07: Ich habe ja die gesamte Dissertation dann mal angeguckt weil das beim Piatnik erschienende Buch ja dann ohne angeblichen wissenschaftlichen Ballast erschienen ist.

00:03:18: Allein so eine Formulierung hat mich schon sehr zweifelnd gemacht und habe danach geguckt, mir die Sachen auch angeguckt.

00:03:25: Und genau diese Passage ist eine, die auch in der Dissertation dann komplett ohne wissenschaftliche Ballast daherkommt wenn man es als Ballas bezeichnen möchte.

00:03:34: da ist nämlich gar keine Fußnote dran also die irgendwie belegen würde woher diese Behauptung kommt.

00:03:42: Da wundert man sich schon, was Professorin Biermann da getan hat als sie diese Dissertation an der Kunsthochschule Halle abgenommen hat, ob sie solche Sachen überhaupt nicht überprüft hat.

00:03:54: Das gesamte Werk ist ja deswegen eher spannend weil Tom Wernig das Ganze schon eher so wie eine Biografie, also über sein Leben dort berichtet mit vielen Anekdoten und spannenden Sachen weiß, dass dies tatsächlich eine spannende Sache ist wenn die Menschen über sich schreiben.

00:04:16: Das gibt zwar nicht immer natürlich nicht Auskunft über das was real an irgendeiner Stelle passiert ist aber bringt unglaublich viel.

00:04:24: im Bereich der Einstellung habe mich damit ein bisschen näher befasst weil meine Tochter genau darüber ihre Masterarbeit des letzten geschrieben hat genau über die Frage wie man mit solchen Quellen aus der Historie umgehen kann.

00:04:39: Es hat ja viel Anekdotisches, was er dann geschrieben hat in seinem Buch und es ist auch im Interview deutlich geworden.

00:04:44: Er is von der Kritik erst mal gar nicht so weit abgerückt.

00:04:47: Das kann man natürlich sagen.

00:04:48: also in so einer Dissertation ist eine bloße Behauptung ohne Beleg auf einer sehr dünnen wissenschaftlichen Basis.

00:04:55: trotzdem steht da jetzt ein Vorwurf im Raum Wie positioniert ihr euch als Jury dazu?

00:05:01: Ich meine faktisch Könnt man jetzt eure ganzen Blogs oder ihre ganzen Publikationen durchgehen und feststellen Also bei den Brettergogen wird keine Werbung geschaltet.

00:05:11: auf deinem Blog, Games Replay habe ich keine Werbungen gesehen.

00:05:15: Natürlich seid ihr AutorInnen der Spielbox die natürlich auch durch Werbung finanziert wird.

00:05:20: Man müsste sich jetzt die Frage stellen was meint er genau?

00:05:23: Es wird nicht so ganz deutlich.

00:05:24: trotzdem könnte ich mir vorstellen dass es in euren Jurykreisen eine gewisse Emotionalität oder zumindest ne Diskussion hervorruft wie euch dazu positioniert.

00:05:36: Naja, ich meine solche Diskussion wahrscheinlich über die Jahre und Jahrzehnte hat sie immer gegeben dass eben so etwas nicht vorkommt.

00:05:44: Nicht vorkommen darf und deswegen hat sich die Frage gar nicht... in dem Sinne gestellt.

00:05:52: Ich meine, man muss auch solche Äußerungen dann nicht wichtiger machen als sie sind und deswegen hat sich die Diskussion da doch relativ ruhig an der Stelle getan.

00:06:04: Also ich stelle mir eher wirklich die Frage was hat Piatnik mit diesem Buch zu tun?

00:06:11: Haben die es sich überhaupt mal durchgelesen und was haben andere Menschen denn überhaupt da mal durch gelesen um herauszufinden dass das, was sie dort weiter verbreiten ist ja eher der Punkt ob das überhaupt etwas mit Fakten und Tatsachen zu tun hat.

00:06:26: Insbesondere wenn es als Fakt oder Tatsache eben dargestellt wird.

00:06:30: also gegen Meinungsäußerung ist auch gar nichts zu sagen.

00:06:33: ich meine das Spiel des Jahres.

00:06:34: Kritiker Jury, Kritikvertragen muss man und das ist gleich der Punkt und man kann zu viel unterschiedlicher Meinung sein aber die Fakte müssen im Stimmen.

00:06:48: Jetzt kommt ja so eine Meinungsäußerung nicht von irgendwem, sondern immerhin von einem derjenigen, der diesen Kritikerpreis Spiel des Jahres mitbegründet hat und vielleicht Vorläufer, Spiritus Rektor, Ideengeber und geistiger Vater dessen war was jetzt heute ein großer wichtiger Kulturpreis ist.

00:07:05: Ist das schon Unterschied?

00:07:06: Wenn so ne Kritik von jemandem wie Tom Bernig kommt oder von jemand anderem irgend wem macht das den Unterschied?

00:07:14: Ja, ich weiß es nicht.

00:07:15: Wenn sie sozusagen von einem externen Forscher gekommen wäre hätte man wahrscheinlich noch mal genauer nachgeguckt und überprüft woher denn solche Äußerungen kommen.

00:07:27: warum?

00:07:28: Nach außen dieser Eindruck?

00:07:30: Denn bei jemand der dies als Außenstehen da gemacht hat Warum dann sehr so entstanden ist?

00:07:36: aber in diesem Punkt haben wir uns habe ich mir diese Frage eigentlich gar nicht gestellt.

00:07:43: Jetzt lasst uns noch mal auf die Unabhängigkeit der Jury gucken.

00:07:47: Da gibt es ja verschiedene Ebenen, ihr generiert hier durch die Limzenzernahmen doch erhebliche Umsätze.

00:07:53: im Jahr zwentzwanzig war das ja so um die achthunderttausend Euro.

00:07:58: wie unabhängig seid ihr denn als Jury wenn ihr letztendlich von den Einnahmen lebt?

00:08:04: Die von Produkten die ihr dann letztendlichen auch bewertet also von Spielen die ihr auch bewärtet.

00:08:11: Das ist eine gute Frage und das ist ja eine Diskussion, die gab es natürlich in der Historie schon mal häufiger.

00:08:19: Es gab auch mal den Punkt wo das da massiv geknallt hat in der Jury nämlich in der Frage muss die Jury immer ein Spiel auszeichnen dass im großen Maße Geld generiert?

00:08:31: als Dezenseinnahmen ist das wichtig weil sie einfach langfristige Verpflichtungen eingegangen ist.

00:08:37: Es ging damals um das Spielerarchiv in Marburg und deswegen gab es da ja auch Austritte aus der Jury, weil Leute glaubten okay dieser Mehrheit der Jüri würde sich um eben die langfristige Finanzierung von diesem Spielerarchiv zu garantieren.

00:08:57: Eben eher die Populären, die Spiele, die sich gut verkaufen lassen bevorzugen.

00:09:04: Das ist, glaube ich heute und da achten wir eben sehr drauf.

00:09:08: Deswegen auch nicht mehr so wichtig weil wir in der heblichen Maßrücklagen haben.

00:09:13: also wir könnten ein Jahr lang komplett ohne irgendeine Lizenzgebühr Einnahme Auskommen ohne etwas in unsere Arbeit zu verändern.

00:09:20: Das ist einfach eine Freiheit, die für uns sehr wichtig ist und natürlich kann deswegen auch ein Verlag wie Frosted Game, World Game Circus ausgezeichnet werden wo man dann auch annimmt, die sind gar nicht so vertriebstark oder PD Spiele der PD-Verlag, der damals Pictures gewonnen hat, wo wahrscheinlich jeder gesagt hätte, aha haben wir überhaupt diese Vertriebsstärke?

00:09:43: Natürlich mag ich es dass auch vertriebsstarke Verlage hinter Spielen stehen.

00:09:49: Also zumindest nach der Auszeichnung, weil ich es gut finde wenn das Kulturgutspiel oder dass wir auszeichnen von dem wir glauben das ist der beste Botschaft dafür das Kultur Gutspiel bei vielen Menschen ankommt dort bekannt wird.

00:10:01: und da dass es bekannt wird da tragen wir ja nur einen Teil dazu bei sondern die Vermarktung läuft dann ja auch eben über den Verlag den Vertrieb der dies machen muss Und deswegen mögen wir dann solche Spiele.

00:10:17: Im Förderprogramm gibt es ja nach wie vor, das heißt ihr gebt ganz viel Geld von dem, dass ihr einnehmt auch nochmal in die Szene zurück.

00:10:25: Trotzdem habt ihr ja auch relativ hohe Personalkosten.

00:10:29: Du hast jetzt gesagt, ihr habt zwar Rücklagen für einen Jahr aber ist da nicht trotzdem so dieser Druck da?

00:10:34: Dass man sagt naja kommen das muss schon irgendwie laufen.

00:10:37: oder habt ihr diesen Druck gar nicht weil du bist Es ist letztendlich eh egal, was wir auszeichnen.

00:10:42: Weil das läuft so oder so, weil wir uns eben über die Jahre durch die Arbeit, die wir geleistet haben, so einen guten Ruf daraus erarbeitet haben dass die Menschen das Spiel dann auch kaufen, weil sie wissen, dass sie da eine bestimmte Qualität erhalten.

00:10:58: Ja, das ist richtig.

00:10:58: Ist eine Kombination aus beiden A dass man sich sicher sein kann.

00:11:02: Man müsste einen Jahr lang gar keine Einnahme haben und B dass die Wahrscheinlichkeit dass mal ein Jahr überhaupt keine Einnahmen hat auch gegen Ja, also gar keine geht ja schon gegen null.

00:11:14: Also da müsste ja auch die alten Spiele ja keine Einnahmen mehr generieren.

00:11:19: Die Lizenzverträge, also die Tatsache dass die Verlage eine Lizenzgebühr für die Spiele, die sie mit Pöppel verkaufen an uns zahlen, die läuft ja in einer Regel über mehr als ein Jahr nur und... Der Back-Katalog bringt ja auch Einnahmen an dieser Stelle.

00:11:36: Deswegen ist da die Freiheit, glaube ich, ziemlich groß und es ist ein Punkt über dem wir uns keine Gedanken machen müssen.

00:11:44: Die Tatsache, dass wir im Kern, auch wenn wir immer häufiger sagen, wir wollen Autoren auszeichnen... Also, nein.

00:11:53: Eigentlich ist der Kern des Gedanke wirklich ein Spiel aus und wir sind da auch eigentlich völlig frei von irgendwelchen Einflüssen.

00:12:03: Zumindest ist das die Praxis der Diskussion, die ich daraus in paar Jahren Erfahrung in der Jury immer kenne, dass wir wirklich von dem was auf den Tisch liegt und das, was in der Schachtel drin ist, ausgehen und nicht über andere Fragen diskutieren.

00:12:19: Glücklicherweise auch nicht müssen, weil es dafür gar keinen anders

00:12:22: gibt.".

00:12:23: Dann für diejenigen, die das möglicherweise nicht wissen können wir das kurz ergänzen.

00:12:26: also Spiele, die mit eurem Pöppel empfohlen oder nominiert oder ausgezeichnet wurden da darf der Pöpelt der Graue oder der Rote aufgedruckt werden gegen eine geringe Lizenzgebühr, die sich prozentual am Verkaufspreis des Spieles orientiert zu einem Prozentsatz, der nicht bekannt ist richtig?

00:12:48: Ein Prozentsatz, der sich auch gar nicht am Verkaufspreis orientiert.

00:12:51: Aber weil das eine andere Berechnung ist wie in anderen Lizenzverträgen... wie Disney etc.

00:12:57: sie eben auch machen würden, aber er befindet sich tatsächlich im Centbereich.

00:13:01: also kein Spiel ist deswegen bisher teurer geworden weil eine Lizenzgebühr drauf gelegt wurde einer Regel wenn die Spiele sogar günstiger nachdem der Pöckl drauf ist war natürlich dann einfach die Menge der Auflage steigte was einer der wesentlichen Aspekte ist.

00:13:19: in Medienberichten diest man ab und zu so etwa ein Prozent vom Verkaufspreis seide Dizenzgebühr.

00:13:27: Ich habe noch eine andere Frage und zwar die Einnahmen der Jury sind ja das Eine, aber ihr als Kritikerinnen und Kritiker bewegt euch ja so wie Frederik und ich auch und alle anderen Influencer oder Content-Creatoren oder JournalistInnen oder wie wir uns immer bezeichnen wollen Auch innerhalb der Szene und auch innerhalb der Branche.

00:13:45: Lassen Sie da auch nochmal ein bisschen auf die Unabhängigkeit von uns als Kritika innen gucken.

00:13:51: Es ist jetzt so dass es zum Beispiel auch regelmäßig gerade im Herbst Veranstaltungen von Verlagen gibt, zu denen Kritikerinnen eingeladen werden.

00:14:00: Auch Frederick und ich werden zur solchen Veranstaltung eingeladen.

00:14:04: Teilweise sind die mit Hotelübernachtung teilweise in das Tagesveranstaltungs.

00:14:09: Aber natürlich seid auch ihr als Jury nicht alle aber einige von euch bei diesen Veranstalten vor Ort ist es ein Problem wenn man diese Nähe hat und auf solche Veranstaltungen geht, weil die werden ja auch letztendlich von den Verlagen bezahlt.

00:14:27: Ja das ist sicher eine Frage, die sich jeder und jede Stelle über Brettspiele berichtet und muss dies eigenverantwortlich für sich beantworten.

00:14:39: Und dass die Regeln im Vereinsspiel des Jahres sind da ganz klar.

00:14:43: wenn dort Spiele-Journalistinnen, BloggerInnen dabei sind die nicht im Verein angehören.

00:14:50: Die also genauso eingeladen werden dann steht es auch jedem Jurymitglied frei diese Einladungen in Anspruch zu nehmen und ich glaube das ist eine ganz sinnvolle Regelung dass genau so zu machen in der Form passiert.

00:15:08: Natürlich, ich weiß das sind natürlich Werbeveranstaltungen.

00:15:12: so eine Spiele-Messe in Essen die ja auch als wesentliches Informationsportal gilt ist natürlich auch ne riesige Werbe Veranstaltung.

00:15:19: von ganz vielen Verlagen kann man sagen okay das ist schön weil da es ausgewogen da steht ein Verlag neben den anderen aber Das gehört eben auch dazu.

00:15:29: Wobei ich aber das Gefühl habe, in der morgensche Brettspiel ist das was man als Journalist oder als Journalisten so als Gegenleistung bekommt wahrscheinlich vergleichsweise gering.

00:15:41: da können Reisejournalists in den Autogenalisten etc.

00:15:45: ganz andere Dinge berichten.

00:15:48: Du hast jetzt gerade gesagt dass ihr Regeln habt?

00:15:51: Habt ihr denn noch andere Regeln zum Beispiel bezüglich des Umgangs mit Rezensionsexemplaren anderen Dingen.

00:16:00: Der Rezensionsexemplar ist auch klar, eigentlich auch das war es natürlich für viele andere Bloggerinnen und Journalisten gilt weil sie sich so aufgestellt haben.

00:16:12: also wir verkaufen diese Rezension-Exemplare nicht und wir sind verpflichtet sie entweder sammelt sie zu Hause.

00:16:23: so viel Platz hat man wahrscheinlich nicht was bei der ständig steigenden Flut an Neuheiten.

00:16:29: So ist, ich gebe die Falken in Düsseldorf können Sie schon drauf freuen?

00:16:35: Ich werde sie in Kürze anrufen.

00:16:37: Ende Mai können Sie bei mir wieder sicherlich hundert, zweihundert Spiele abholen und in Ihre Ausleihe einsortieren.

00:16:47: Gibt es für solche Regeln ein Verhaltenskodex oder Gelebte Praxis die dann irgendwie implizit vermittelt wird?

00:16:57: oder gibt es für sowas einen Verhaltenskodex der aufgeschrieben ist an, wo man sagt guck mal das sind unser top ten ihren Kodex.

00:17:03: daran musst du dich jetzt bitte halten.

00:17:06: Das ist eine gute Frage.

00:17:06: Ich glaube, das ist irgendwo aufgeschrieben.

00:17:08: Ja sicherlich ist es irgendwo aufeschrieben!

00:17:10: Ich bin nicht so der Fan von langen Papieren als sie in den Verein kam.

00:17:15: Da habe ich ein dicken Stapel, daumendicken Stapo an Material und bürokratische Regelungen bekommen die man unterschreiben musste.

00:17:23: Das weißt du davon habe ich dann abgeschafft weil ich glaube so funktioniert auch keine sinnvolle und vernünftige Umgang sondern muss sich wirklich immer wieder auch vergewissern im gemeinsamen Treffen.

00:17:34: wo sind die und wo geht man mit solchen Dingen, die problematisch werden können dann auch um?

00:17:41: also ganz wichtig ist.

00:17:42: Man redet darüber, man spricht mit den anderen.

00:17:44: wie kann ich das da machen?

00:17:46: Ist dies an dieser Stelle möglich?

00:17:47: könnte ich zum Beispiel oder meinen Sohn oder irgendjemand anders für eine Veranstaltung an der Nordsee in Kurorten mitarbeiten, die eben von Verlagen gesponsert wird.

00:17:59: Das sind mehrere Verlage.

00:18:00: Dann müsste man darüber nachdenken an so einem Fall.

00:18:02: Ich glaube viele Dinge lassen sich auf nicht so eindeutig von vornherein ganz klar mit dem Codex regeln.

00:18:10: Wohle ihr auf eure Homepage in den FAQs schon relativ viele Dinge transparent darstellt, wäre es dann nicht eine Überlegung wert auch diesen Codex wenn sie ihn denn gibt zu veröffentlichen um da noch mal ein bisschen mehr Klarheit zu schaffen oder vielleicht auch mal zu zeigen wie die Jury das macht damit andere einen Regelwerk haben an dem Sie sich orientieren könnten?

00:18:30: Oh, das ist eine gute Frage.

00:18:32: Dieser Codex, wenn es ihn gibt der so veraltet dass er auch gar nicht mehr dem Stand der Dinge entspricht.

00:18:39: deswegen ich glaube man könnte einzelne Punkte die wirklich relevant sind und wenn diese Frage nach den Rezension Exemplaren So wäre Leute interessiert, dann kann man das sicherlich veröffentlichen.

00:18:52: Weil auf der anderen Seite ich veröffentlichte sowieso bei sich mit den Rettensorensexemplaren mache dann auch auf die sozialen Medien sobald dass der Fall ist, dann kriegt es auch jeder mit und dürfte dann auch relativ klar sein.

00:19:06: aber wie gesagt es gibt glaube ich keinen.

00:19:08: Ich müsste echt nachgucken ob es da wirklich noch etwas gibt was sozusagen halbwegs zeitgemäß formuliert ist.

00:19:14: Wie gesagt vieles davon war Tasei Ausdruck und noch aus der Zeit vom, naja nicht vor dem Internet aber schon sehr alt.

00:19:24: Apropos Rezensionsexemplare wenn man das jetzt zugespitzt formulieren will könnte man hier sagen ihr zwingt Verlage alle Kritikerinnen in der Jury zu bemustern weil nur dann kommen die Spiele überhaupt in die Auswahl.

00:19:39: gibt es denn Verlage die sagen nee dass machen wir nicht entweder weil sie sagen das schaffen wir nicht weil wir gar nicht so viel eine hohe Auflage haben so breit streuen können oder die sagen, das wollen wir aus bestimmten Gründen nicht.

00:19:51: Oder machen das eigentlich alle Verlage?

00:19:54: Du ahnst gar nicht, wie oft das Gegenteil passiert.

00:19:57: also gerade kleinere und neuere Verlage die batteln Tier-E-Mails an uns schicken und sagen jetzt haben noch keine vierzehn Leute von euch ein Rezisionsexemplar angefragt und wir dann unterneinander sprechen Wie können wir davon überzeugen?

00:20:11: bei vier fünf sechs leute handelspiel schon gespielt das ist auch wirklich gar nichts bringt jetzt noch weitere six sieben raus zu schicken.

00:20:19: also dass es das wesentlich größere problem und kommt wesentlich häufiger vor als verlage die sagen nein das können und wollen wir uns nicht leisten.

00:20:28: und zweitens im das spiel gehört auch gar nicht in das was so der kern ziel der spiel des jahres jury ist.

00:20:38: lass das mal bei zwei Spielen, drei Spielen vier Spielen im Jahr der Fall sein die mir vielleicht einfallen.

00:20:45: Vielleicht sind es auch zehn dann wird es uns bloß nicht gesagt aber das ist bei vierhundert achtzig Neuerscheinungen pro Jahr einen relativ geringer Anteil an spielen Weil wir wirklich sehr, sehr darauf achten.

00:21:00: Ich meine der Druck ist auch deswegen da weil es so viele Spiele gibt und die Regale nicht so groß sind.

00:21:05: Wir wollen nicht so viele Rezensionsexemplare!

00:21:08: Wir achten bei mittleren und kleineren Verlagen sehr darauf dass sie uns nicht direkt vierzehn Spiele schicken sondern da reicht das erstmal drei oder vier Leute die sich dann melden Die die sich dafür am meisten interessieren und dann wird erst mal geguckt dann kommt ein fünfter sechster.

00:21:25: wir treffen uns auch immer häufiger auch gemeinsam aufgrund der großen menge an spielen und spielen untereinander so dass ich auch viele sachen gespielt kriege die mir gar keine zugeschickt hat sondern die habe ich dann auf einem jury wochenende in vier tagging das machen wir zwischen drei war pro ja hab ich da schon durchgespielt.

00:21:45: Da ist es gar nicht nötig, noch dieses Rezensionen zu Exemplar schicken.

00:21:51: Ich weiß, das ist eine große Belastung.

00:21:53: Das sind inzwischen vierzehn Jury-Mitglieder.

00:21:55: Das ist die größte Jury aller Zeiten und das ist natürlich ein Unterschied zu Zeiten als es noch neun oder zehn Leute waren.

00:22:02: Gibt es Verlage, die sagen nee wir wollen nicht alle Böhmustern?

00:22:05: Wir verzichten freiwillig darauf in die engerere Auswahl zu kommen?

00:22:09: Also ich wüsste jetzt einen, der das grundsätzlich sagt und bei anderen ist es schon mal so dass sie sagen ja das ein oder andere Spiel.

00:22:19: Das passt sowieso nicht in den Bereich dessen was die Jury im Ziel hat.

00:22:24: Es gibt ja auch Themen, wenn es zur Richtung Tabletop etc.

00:22:29: geht wo man auch sagen kann okay da sind natürlich auch Spiele, die sind am Rande dessen, was wir noch als Brettspiel definieren.

00:22:37: Ich habe großes Verständnis dafür.

00:22:39: Das ist ein Verlag gesagt, nein.

00:22:42: Zumal ja noch eins dazukommt.

00:22:43: Ich meine wir suchen wirklich nicht nach weiteren Spielen.

00:22:47: Wir haben schon genug.

00:22:49: Ist dann eher ein Festtag für euch?

00:22:51: Wenn der Verlag sagt ne das schicken wir euch nicht!

00:22:52: Das passt nicht ins Portfolio.

00:22:54: Dann freut ihr euch wenn ihr ein weniger zu spielen habt.

00:22:56: Es steigt von Jahr zu Jahr.

00:22:59: der Moderation die du und Christoph Lewinsky in den letzten Jahren dann immer macht wenn ihr die nominierten und die Empfehlungsliste verkündet, dass sie da nochmal eine Einordnung bringt wie sich so der Markt entwickelt hat.

00:23:10: Und da ist ja wirklich eine wachsende Anzahl an Spielen zu konstatieren.

00:23:16: wir haben hier auch im Sportcast schon häufiger, ob mit dir oder auch mit dem Nico darüber gesprochen wie ihr da arbeitet.

00:23:22: Ich glaube das ist mittlerweile bekannt.

00:23:24: aber diese enge Absprache untereinander kommen drei vier fünf Leute von uns haben mal einen erst Eindruck der reicht dann an der Stelle auch dass wir jetzt nicht zu vierzehn und jedes Spiel angucken müssen.

00:23:33: Das heißt ihr teilt euch das dann sinnvoll auf an dieser Stelle.

00:23:39: ich komme noch einmal zurück auf ein weiteres knackiges Bormo oder eine Behauptung von Tom Werneck Der ja selber von Hause aus kein Journalist ist, das kann man mal festhalten an der Stelle.

00:23:53: Und er dann geschrieben hat es gibt oder es gebe immer weniger Journalisten und Journalisten in der Jury.

00:24:00: gleichzeitig veranstaltet ihr ja den Tag der Brettspielkritik und es gibt dann einige von euch die das ja auch so wie viele andere in der Szene als sehr intensives Hobby machen oder als Ehrenamt wo auch immer man da die Grenze ziehen mag.

00:24:14: Wann ist ein guter oder wann ist ein Journalist?

00:24:16: Ein Journalist.

00:24:17: Oder wann fängt das an, dass jemand als Brettspielkritiker oder Kritikerin eine ernstzunehmende Stimme sein kann?

00:24:28: Tja, ganz gute Frage!

00:24:30: Oder eine ganz schwierige Frage.

00:24:31: Ja, wann ist mein Journalist-Journalistin?

00:24:33: Das wissen ja alle in Deutschland.

00:24:36: Kann man sich... Einfach so nennen, eine nicht geschützte Berufsbezeichnung.

00:24:41: Niemand muss einen Volontariat gemacht haben um sich so zu nennen.

00:24:47: und die These, ich wüsste gar nicht ob sie jetzt Tom Werneck gesagt hat oder andere dass es den echten Journalisten, der echte Journalistin seltener in der Jury gibt heute als dies früher der Fall war Nicht richtig, das haben aber auch schon vorher schon mal Leute versucht so ein bisschen festzustellen.

00:25:09: Haben wir durchgezählt?

00:25:11: Das weiß ich schon seit längerer Zeit aus.

00:25:14: Auch die allererste Jury, die sich damals getroffen hat hatte nur einen sehr kleinen Anteil.

00:25:19: und du hast gerade gesagt Tom Bernig... Ich weiß gar nicht, welchen Beruf er möglich hatte.

00:25:25: Ist dann auch kein gelernte Journalist gewesen?

00:25:29: Das ist bei vielen anderen auch der Fall aber es waren immer einzelne dabei die eben doch gelernte Journalisten oder Journalisten waren oder das später auch hauptberuflich gemacht haben.

00:25:44: Auch das kann man ja ohne einen formalen Weg da eingestiegen zu haben.

00:25:51: Ich finde es immer sehr hilfreich, wenn auch Profis dabei sind.

00:25:54: Also ich sage das ganz offen.

00:25:56: Ich find' dass beim Tag der Brettspielkritik sehr wertvoll ist, besonders für mich.

00:26:00: Ich bin da ja auch ein Stück weit Teilnehmer und lerne davon anderen die mir einfach Tipps und Hinweise geben, die ich vorher nicht kannte weil... Ich bin beruflich auf der anderen Seite beschäftigt, aber als Pressesprecher kann sicherlich viele Handgriffe des Journalismus.

00:26:20: Die habe ich dann auch gelernt, aber ich bin kein gelernter Journalist, keine gelernte Journalistin.

00:26:25: Da kommt aber noch eins dazu.

00:26:27: Ich meine die Frage ist jemand Journalisten würde mich vielleicht gar nicht so richtig beeindrucken?

00:26:32: Die Frage ist hat man auch einen ordentlichen Kulturjournalisten an Bord oder hat man Leute an BORD, die Kulturjournalismus können?

00:26:39: Das müssen wir gar nicht gelernt haben.

00:26:41: und jemand, der im Kulturjournalismus ist sich da engagiert.

00:26:44: Obwohl er es nicht gelernt hat kann ja viel wertvoller sein als jemand, wer damit beschäftigt, als Gerichtsreporter in einer Lokalausgabe irgendwas zu machen ob der sich so viel beiträgt allein deswegen weil er das gut gelernt hat.

00:26:58: das bezweifle ich dann auch.

00:27:01: jetzt ist es gefallen das böse K-Wort Kultur.

00:27:05: warum ist das für dich so wichtig dass es ein Kulturjournallist ist auch nicht ein anderer Journalist.

00:27:13: Welchen würdest du denn jetzt nehmen, also der Sportsjournalist?

00:27:15: Weil es ein Sportspiel ist?

00:27:18: Es könnte ein investigativer Journalist sein, es könnte einen Service-Journalismus sein, das könnte ein Ratgeber-JOURNALISMUS sein... Ganz viel sein, aber es muss ja nicht zwingend ein Kulturjournalismus sein.

00:27:30: Ja, Service und Ratgeber, das bin ich interessant.

00:27:32: Investigativ glaube ich so dramatisch ist das mit dem Spiel – nicht!

00:27:36: Aber Service-und-Ratgeber finde ich gut, wobei ich mir gar nicht sicher bin ob das eine Sparte des Journalismus ist, den man lernen kann.

00:27:46: Du hast eben schon gesagt zu Detakt der Brettspielkritik?

00:27:48: Das war jetzt zweimal erst dabei, aber ich würde sagen ein offenes Lernfeld, wo man sich miteinander austauscht Auch Teilnehmende mit dabei sind ja auch viel Erfahrung mitbringen, die vielleicht sogar schon lange im Journalismus arbeiten.

00:28:04: Vielleicht sogar Autoren oder Autorinnen der Spielbox sind nicht notwendigerweise immer dort einen Beitrag haben in der Podiumsdiskussion oder einem Workshop oder so.

00:28:15: Woran macht man?

00:28:16: Woran machst du persönlich oder ihr als Jury noch vielleicht du persönlich fest?

00:28:21: Wann ist jemand ein guter Kritiker oder eine gute Kritikerin?

00:28:25: was?

00:28:26: Was sind für dich Kriterien du die Ansätze um zu sagen ja, da macht jemand einen guten Job.

00:28:31: Ja das ist jetzt auch wieder gar nicht so einfach.

00:28:33: der erstens sollte man also erstens sage ich mal es ist ganz wichtig ist völlig unabhängig vom Medium ob man das gut kann oder nicht weil ich meine da gibt's natürlich immer oft die Hochmäßigkeit derer die aus dem Print kommen.

00:28:49: Ich finde Print super, aber deswegen muss es nicht um mich eine bessere Kritik sein.

00:28:54: Wenn man sie im Radiovortrag ganz genau so gut ist wenn sich der Rad das Radio-Podcast nennt... genau so, aber das gilt natürlich selbst für Instagram Reels.

00:29:05: Die können natürlich problemlos die gleiche kritische Tiefe haben wie ein Printbericht weil es kommt ja auch nicht auf die Länge und Quantität einer Kritik an.

00:29:19: ich finde es oft viel wertvoller wenn sie kurz ist und da kommt sich auch die Menge an.

00:29:25: Es kommt der Kulturjournalist oder die Schwierigkeit darüber wieder so viel diskutieren, was ja auch nicht so einfach ist.

00:29:32: Wie beschreibt man ein Spiel kritisch?

00:29:37: Und das nämlich wie beschreibt es mit Worten und da ist natürlich dann jedes Medium gleich mit Wortem dass was ein Spiel mit den Menschen macht und das ist der entscheidende Punkt Und wenn es den Menschen begeistert, ist das ein gutes Spiel.

00:29:57: Wenn es mit dem Menschen was anderes macht und wir immer wieder andere Worte dafür finden, dann ist vielleicht nicht ganz so gut das Spiel.

00:30:05: Diese Tiefe und diese Beschreibung braucht eben sehr viel Kreativität.

00:30:11: Erst am Ende wird man sein Urteil fällen.

00:30:16: Da kann ein guter Journalismus drauf entstehen, wenn man es macht!

00:30:21: Und wie ja von Anfang an immer, und ich meine das ist auch das was glaube ich jeder der schon mal eine Kritik geschrieben hat womit man eben kämpft.

00:30:29: Ich kämpfe immer noch damit alle Sätze die ich aufschreibe und die Regeln nach Erzählung sind im Prinzip keine guten Sätze in meiner.

00:30:38: Rezension, obwohl es auch nicht ohne geht.

00:30:40: Aber wenn ich den Satz nicht damit verbinde mit der Frage was macht das mit den Menschen?

00:30:45: Das Spiel also dieser Mechanismus, dieser eine Punkt dann hat er etwas in der Kritik dass eben nicht so gut ist.

00:30:53: und das zu machen ist eben darüber man da spricht wo man versuchen kann Hinweise und Tricks und sonst viel zu bekommen.

00:31:02: aber ganz wichtig sind einfach.

00:31:04: und deswegen ist der Tag der Britschwertkritik meines der Achtens so bedeutend, weil er eine Selbstvergewissung darstellt.

00:31:13: Dass es uns insgesamt alle die daran beteiligt sind an Berichterstattung über Brettspielen nicht egal ist welche Qualität die Kritik ist also nicht egal is nach dem Motto Hauptsache irgendjemand schreibt ne Note unten drunter und macht fünf Sterne oder sonst wie?

00:31:29: Jetzt ist ja Brettspiele spielen seit dem letzten Jahr auch immaterielles UNESCO Kulturerbe.

00:31:38: Hat das eine Relevanz?

00:31:40: Hat das neben dem schönen Titel eine Implikation, auf die ihr als Jury wir als Kritikerinnen und du als Vorsitzender der Jury irgendwie referenzieren könnt oder wollt.

00:31:53: Oder ist es einfach nur nice to have?

00:31:56: Ja sicherlich nice to Have!

00:31:57: Das ist ein großer Erfolg.

00:31:59: und dass so etwas da passiert ist... keine Auswirkungen, insbesondere nicht auf die Jury.

00:32:06: Weil uns geht es ja nicht ums Kulturerbe.

00:32:09: Wir gucken in die Zukunft und stellen natürlich fest dass wir gerade ein unglaublich zeitgemäßes Ding hier, ein kulturgut, ein sehr Zeit gemäßes Kulturgut Betreiben, nämlich das Brettspiel und dass gar nicht so sehr enorm vom Erbe geprägt ist.

00:32:34: Da sind andere Dinge, nämlich die Schützenfeste, die hier nebenan stattfinden und die natürlich auch UNESCO Kultur Erbe sind.

00:32:42: Die haben dann wesentlich mehr von Traditionen berufen sich auf die Tradition wie sie gäbe es auch nur wegen der Tradition.

00:32:49: Natürlich hat Brettspiel gerade in Deutschland eben eine schon sehr, sehr lange Verankerung und gerade im familiären Bereich.

00:33:00: Im Spielen mit Kindern.

00:33:02: das ist eine Fundierung die in vielen anderen Ländern in der Form nicht vorhanden ist.

00:33:07: aber die Geschichte des zeitgemäßenes heutigen Brettspiels beginnt tatsächlich erst so in den siebziger Anfang der achtziger Jahre und da sind eben Gerade ist ja auch Reinholt Wittig gestorben, der Gründer des Göttinger Spieleautoren trefft.

00:33:28: Das war glaube ich auch in deiner Triehen Achtzig das erste Spielertreffen damals noch von der Spielbox ausgerichtet.

00:33:36: In Essen die Spielbox selbst als heute noch weltweit bedeutendes Spielmagazin und natürlich die Juryspiel des Jahres sind in die Fundierung dieser Tradition, die jetzt immerhin auch schon bald auf die fünftig Jahre zugeht.

00:33:52: Aber es ist jetzt nichts was man mit der Schützenfestkultur vergleichen kann, die eben eine jahrhundertealte Tradition hat und die ist ohne diese Tradition noch nicht gäbe.

00:34:06: Lass uns doch mal ein bisschen zurück zur Jury kommen also auch wenn man in die Geschichte guckt.

00:34:10: Die Jury ist ja mit einer der tragenden Säulen würde ich sagen neben zum Beispiel der Spiel Kulturgut und die Predspielkultur in Deutschland vorangetrieben hat.

00:34:22: Jury hatte auch schon so ihre Höhen- und Tiefen gehabt, aber eins ist immer gleichgeblieben nämlich dass die Jury quasi selbst definiert hat wer denn zukünftig noch Mitglied werden kann soll und sie hat ihre neuen Mitglieder aus dem kreiste bestehenden Mitglieder heraus rekrutiert.

00:34:43: Ist das denn aus deiner Sicht problematisch, weil dadurch vielleicht auch so ein blinder Fleckte entstehen könnte?

00:34:50: Ja, das ist eine gute Frage.

00:34:52: Problematisch finde ich es nicht.

00:34:53: Ich finde keine bessere Variante dafür, weil es natürlich dem Ganzen auch eine Form der Unabhängigkeit gibt.

00:35:01: in Frankreich oder Italien wird die Zusammensetzung Jemand von den Messegesellschaften der Stadt Cannes oder der Stadt Luca bestimmt.

00:35:10: Ich glaube nicht, dass das bessere Verfahren wäre.

00:35:13: Wahrscheinlich sind wir uns auch einig, dass es nicht das besseren Verfahren ist aber ich wüsste jetzt auch kein anderes.

00:35:18: natürlich könnte es theoretisch wenn es eine andere Historie gegeben hätte auch andere Verfahren geben.

00:35:26: Aber es könnte man auch behaupten, dass der Erfolg vielleicht auch noch irgendwie dafür sprechen, das gut funktioniert hat.

00:35:35: aber es gibt natürlich auch Höhen und Tiefen.

00:35:37: immerhin muss man sagen ich glaube wirklich über die Jahrzehnte die Auswahl der Spiele die die Jury getroffen hat Die war eigentlich auch... und ich war ja die meiste Zeit nicht dabei, muss man immer dazu sagen.

00:35:48: Ich muss mal sagen historisch gesehen das war auch in der Regel ziemlich zielführend im Hinblick auf die Verbreitung des Kulturguts spielt.

00:35:56: Würdest du denn sagen es gibt Stimmen, die in der Jury noch fehlen?

00:36:02: Menschen mit einem bestimmten kulturellen Hintergrund oder einem anderen Hintergrund?

00:36:06: Ja klar, eine andere Heterogenität der Jury würden sich manche Leute wünschen in der Jüri.

00:36:13: Da gehöre ich dazu.

00:36:15: Andere finden es nicht ganz so wichtig völlig richtig aber diese Heterogänität ist eben auch wahrlich nicht so einfach herzustellen.

00:36:23: also wir stellen ja wirklich fest dass das Brettspiel in Deutschland und Europa gerade was Toren angeht eben eine sehr weiße und eine sehr männliche.

00:36:37: Geschichte ist und man natürlich viel dafür tun muss.

00:36:41: Und das natürlich nie als Ausrede für ... dann bleibt es eben so verwendet, sondern dass man eben auch einiges dafür tun mußt, dass sich so etwas verändert.

00:36:50: Als ich in die Jury gekommen bin, zwei tausend siebzehn da war gerade mal eine Frau am Tisch der Jury.

00:36:59: Inzwischen sind es fünf.

00:37:00: Das ist immer noch zu wenig, ist meine feste Überzeugung Aber es zeigt, dass man eben auch Dinge verändern kann wenn man sie verändern möchte.

00:37:08: Die meisten Jurymitglieder sind ja so lange in der Jury bis hier aus eigenem Antrieb zurücktreten oder ihr Amt niederlegen.

00:37:16: gibt's denn eigentlich auch ein Mechanismus um Jury-Mitglieder aus der Jürie herauszuwählen?

00:37:23: Ja grundsätzlich schon.

00:37:24: die Mitgliedschaft in derJury wird nach vier Jahren jeweils erneuert Und man ist also grundsätzlich immer erst, man ist eben nur vier Jahre mitgeht einer Jury.

00:37:38: Also das heißt dann, das wusste ich jetzt gar nicht, man isst quasi nur für vier Jahre gewählt ja?

00:37:41: Es ist nicht so dass ich einmal drin bin, dann vielleicht noch eine Probezeit habe die überstehen muss und dann auf Lebzeiten oder bis sich nicht mehr wilder drinnen, sondern es wird tatsächlich alle vier Jahre neu gewählt.

00:37:52: Wer wählt das denn?

00:37:55: Da hat ihm mich wieder Versammlung gewählt!

00:37:57: Das gilt ja Vereinsrechtlich gar nicht anders.

00:37:58: Also selbst der betroffene Mitglied ist dann auch stimmenberechtigt, aber tatsächlich wird das alle vier Jahre gemacht.

00:38:05: Früher war es so dass die Jury mit einer Stimme gesprochen hat und das ganz wichtig war, dass die jury-Mitglieder keine abweichende Meinung vertreten.

00:38:14: heute ist das ein bisschen anders.

00:38:15: ihr lebt ja ganz bewusst eure unterschiedlichkeit und weist darauf in euren FAQs hin, dass ihr eigene Individuen seid.

00:38:24: Warum habt ihr euch dazu entschieden das ein bisschen zu ändern?

00:38:28: Also grundsätzlich gilt... dass nach der Entscheidung der Jury, das schon mit einer Stimme vertreten wird und die Jury machen das grundsätzlich auch.

00:38:39: Da muss man nicht immer sklavisch drauf achten.

00:38:43: nach ein paar Jahren kann man auch schon mal seine Unterschiede deutlich machen.

00:38:46: da kann auch Carsten Grosser dann auf der Juri Website sogar selbst darüber schreiben wie Skandalös es findet dass Skalking damals nicht auf die Empfehlungsliste gekommen ist.

00:38:58: das sind lustige Anekdoten, die man da zum besten bringt.

00:39:01: Aber grundsätzlich wenn so der Entscheidung gefallen ist wird sie gemeinsam nach außen vertreten.

00:39:06: was wir aber sehr deutlich machen wollen ist eben dass wir und nur so können wir eigentlich legitimieren das wir auch Kritikerinnen und Kritiker sind, dass wir im Vorfeld der Entscheidung natürlich unterschiedliche Meinungen haben.

00:39:18: wo man unterschiedliche Meinung haben möchte will kann und das ist natürlich bei fast allen Spielen der Fall es gibt nicht das perfekte Spiel wo alle immer jubeln Und dass wir auch viel dafür tun, dass dies auch öffentlich wird.

00:39:34: Also jedes Jurymitglied muss nachweisen das es aktiver Kritiker eine aktive Kritikerin ist und nicht nachdem sie in die Jury berufen wurde dann ihre Publikation eingestellt hat.

00:39:47: also es muss ja weiter betrieben werden.

00:39:49: Das wollen wir auch noch außentragen und ich glaube ist auch insgesamt sehr wertvoll dies deutlich zu machen Weil die Menschen, die es dann interessiert, also auch ein bisschen auf die Szene geguckt.

00:39:59: Wobei die natürlich nicht die Hauptzielgruppe von Spiel des Jahres ist.

00:40:02: Die soll ja ruhig wissen.

00:40:03: aber die Szäne dass wir kontrovers diskutieren und das es da nicht vor gefertigte Meinungen geben kann.

00:40:11: Das ist natürlich, dass der Ursprung des Spiels ist einfach, dass man es anders empfindet je nachdem mit wem man spielt wer es spielt und welche Maßstäbe man anlegt.

00:40:23: Du hast ja jetzt gerade schon gesagt, dass ihr kontrovers diskutiert.

00:40:26: Ihr habt ja auch ein mehrstufiges Auswahlverfahren bis hier zu Organisten bzw dann noch zum Siegertitel kommt.

00:40:32: Kann man jetzt böse sagen das sich letztendlich einfach der kleinste gemeinsame Nenner durchsetzt?

00:40:38: Da denke ich gerade drüber nach, ob die Frage wirklich so gut ist.

00:40:40: Das ist immer blöder sozusagen.

00:40:44: Ist es der kleinste gemeinsame Nenner?

00:40:47: Tja!

00:40:47: Also das ist jetzt fast eine Frage an den Mathematikern.

00:40:49: Wenn man immer sagt also Es kommen nur Spiele auf die Liste, die mindestens acht Stimmen kriegen, führt das er zum kleinsten gemeinsamen Nenna.

00:40:58: Die Alternative würde wahrscheinlich sein dass man irgendwie Kompromisse eingeht, taktische Deals untereinander eingeht was Aber er nicht der Fall ist, keine Ahnung.

00:41:09: Also ich wüsste jetzt nicht was das bessere Wahlverfahren ist.

00:41:14: Ich muss aber sagen wenn ich mir die Listen angucke, die Empfehlungslisten und die Nominierungslisten... ...ich habe nicht das Gefühl dass sie darunter leiden den kleinsten gemeinsamen Länder darzustellen, sondern da sind schon auch sehr oft der zugespitze und kontroverse Titel dabei wo die Leute sich auch wundern.

00:41:31: Das können sowohl sehr einfache Titeln sein, die unglaublich zugänglich sind, wo dann viele sagen aber ist das denn noch kulturgut?

00:41:38: Das ist ja so einfach!

00:41:39: Aber wir wissen anschließend dieses Spiel, Flip Sieben zum Beispiel wird hunderttausendfach verkauft und überall wird es dann anschließens gespielt.

00:41:49: auf der anderen Seite eben kontroverse Titel, die dann hochkomplex sind und die eigentliche Definition dessen was wir als Kennerspiel haben wollen schon oft ein Stück weit sprengt.

00:42:00: Und dann Experten-Spiel reingeht also auch in Arche Nova ist auf der Liste.

00:42:04: ich glaube sage mal wenn man es jetzt inhaltlich vom Ergebnis sehr betrachtet bestätigt sich meines Erachtens Die Verbutung ist könnte der kleinste gemeinsamen Nenner sein.

00:42:14: nicht.

00:42:15: Das heißt, du guckst bei der Betrachtung dann weniger auf den einzelnen Titel und die Kritik möglicherweise an so einer Entscheidung sondern ja auch ein langfrist Trend in dem es da noch mal vielleicht eine Abweichung gibt.

00:42:25: Der Andreas Becker hat das ja letztes Jahr, das ist ja immerhin dein Chefredakteur bei der Spielbox gewesen.

00:42:33: Er hat letztes Ja.

00:42:34: so zum Abschied nochmal, das wird ja gerne gemacht.

00:42:38: wir haben jetzt schon orakelt hier im Bordcast und bei den Brettergogen mit dem Chris Gräff.

00:42:43: Dann werden die Jury-Entscheidungen und Nominierungen natürlich kommentiert, ziziert und was auch immer.

00:42:51: Und der Andreas Becker hat das letztes Jahr sehr in seiner unnachahmlichen Art auf den Punkt gebracht, sollte nicht der Anspruch einer Jury sein einen Kulturpreis zu setzen anstatt so den kleinsten gemeinsamen Nennerärzt ein bisschen anders formuliert mit Flip Sieben auszuzeichnen?

00:43:04: Und ein Freund von mir sagte, wenn man den Leuten einmal saufen das Brettspiel hinstellte und sie würden es mit Begeisterung spielen würde ist dann auch ausgezeichnet werden.

00:43:13: Also haben es manchmal kleinere leichte zugängliche Spiele, auch Mantis glaube ich Dreiundzwanzig war das mit unter leicht.

00:43:22: oder braucht es auch so kleinere Leichtzugängliche spiele um wirklich eine Vielfalt abzubilden?

00:43:28: also schaut ihr euch an dass ja eine gute Durchmischung Im Rahmen der empfohlen nominierten Spiele habt unterschiedlicher Zugänglichkeiten die auch immer ein bei der Verkündung oder guckt ihr wirklich nur dann auf die reinen Spiele.

00:43:47: Mit Andreas Becker habe ich unmittelbar vor diesen Podcast hier auch gesprochen und wir hatten Mitarbeiterbesprechungen bei der Spielbox und ich hab ihm schon gesagt, Ja, ich wüsste auch schon gegen welchen Spiel er dieses Jahr heftig spotizieren wird und Andreas Becker das bestätigt.

00:44:05: Er wüsst es auch!

00:44:06: Wir werden mal sehen ob das jetzt wirklich so passieren wird... Na, das sind ja Dinge die diskutieren wir auch in der Jury.

00:44:14: Das ist ja nicht so als ob da alle vierzehn ganz klar sagen ne, der Bäcker hat einen Knall also ne?

00:44:20: So ein ganz im Gegenteil.

00:44:21: Da gibt es auch welche, die sagen genau das ist die Argumentation.

00:44:24: und es gibt ja auch Leute bei uns selbst Leute, die am Ende vielleicht für Flip Sieben gestimmt haben waren das auch nicht mit großer Begeisterung Weil diesen Zwiegespalt, ich sag mal ganz von mir berichtet.

00:44:37: Natürlich den Zwiegenspalt sehe ich in mir persönlich auch.

00:44:40: Also brauche ich solche Spiele oder möchte ich sie haben als Botschafter für ein Kulturgutspiel?

00:44:46: Wo ich dann schon auch sagen muss okay der Kulturanteil an diesem Spiel der ist nun echt eher... relativ gering.

00:44:53: Also es ist nicht auf den Niveau von Stadtland Vollfosten, das muss ich ja auch schon mal sagen weil deswegen macht man da kann man auch noch tiefer sinken rein theoretisch also da kommt's mir jetzt nicht drauf an.

00:45:04: Da hat auch ein Flip Sieben richtig was zu bieten im Vergleich auch einen kulturellen Impact insbesondere wenn man Kultur eben nicht versteht und das ist ja das was manche Leute missverstehen dass das ein Spiel in erster Linie thematisch etwas kulturelles vertreten muss.

00:45:22: Nein, also ich finde es viel spannender das dann dieses was machen die Menschen miteinander?

00:45:27: Das ist ja der Hauptpunkt an dem was da kulturell bei einem Brettspiel passiert!

00:45:32: Der Rest ist ja nochmal top obendrau finde ich super.

00:45:36: aber Im Kern geht es ja immer darum, wir haben da etwas was wir gemeinsam tun und da braucht es grundsätzlich und das ist die Auffassung von jedem Jurymitglied von mir auch.

00:45:48: Da wollen wir die unterschiedlichsten Typen an Spielen vorstellen und auf unsere Listen tun und deswegen ist eben die Wahrscheinlichkeit, dass das alles der kleinste gemeinsame Nenner ist.

00:46:01: Sehr gering!

00:46:02: Wobei ich glaube Andreas Becker hat mit dem kleinsten gemeinsamen Nenna ja gar nicht die Jury miteinander gemeint, sondern hat eben gemeint... Die Jury versucht den kleinsten gemeinsam-Nenner mit möglichst viel Bierzelten oder wie auch immer man die Leute, die dieses Spiel konsumieren sollen bezeichnen herzustellen und er hat dieses kritisiert was er gerne machen kann.

00:46:21: also ich finde es sehr gut da solche Denkanregierungen und Anschlüsse zu haben.

00:46:25: Jetzt tun wir drei Jahre gerade so als sei Spiel, was fix definiert ist und es wäre völlig klar.

00:46:32: Was sind Spiele?

00:46:32: Wir haben das eben schon angesprochen dass der Andreas möglicherweise schon die Feder- und Klinge also die Schreibklinge spitzt um Dinge zu kritisieren die möglicherweise dieses Jahr kommen.

00:46:44: Es gab ja schon immer wieder auch mal Entscheidungen bei der Jury wo man wahrscheinlich auch kontrovers diskutieren kann.

00:46:50: Ist das ein Spiel also Das beste Solitärspiel, der Zauberwürfel.

00:46:54: Ist das ein Spiel oder ist es ein Gimmick?

00:46:56: Ja

00:46:56: da habe ich auch mal eine Zweifel.

00:46:58: Auf der Empfehlungsliste Kinderspiel des Jahres zwanzig dreinzwanzig mein erstes Abenteuer band eins bis sieben Ich glaube von der Board Gamebox war das damals ist ne Buchreihe abenteuer Bücher.

00:47:07: ist das ein spiel?

00:47:09: Mikro Makro Crime City ist Spiel des Jahres Zwanzig Einen.

00:47:11: Zwanzi ist ein Wimmelbild mit bisschen Geschichte und Interaktion.

00:47:16: so wir brauchen gar nicht jetzt die einzelnen Spiele besprechen oder so, aber jetzt ist dieses Jahr Cap City.

00:47:22: Ist das ein Spiel?

00:47:22: Ist es ein Buch?

00:47:24: Cozy Stickerwil!

00:47:24: Ist es kein Spiel?

00:47:27: Da gibt's ja durchaus Kontroversen.

00:47:29: Habt ihr für euch eine klare Definition des Gegenstands?

00:47:33: Kann man das überhaupt treffen in so einem Bereich?

00:47:35: Oder ist das dann eine Einzelfallentscheidung wo du sagst okay jetzt müssen wir mal nicht globalgalaktisch definieren was eigentlich ein Spiel sondern im Einzelfallen gucken?

00:47:44: Was braucht es an spielerischen Merkmalen oder Anteilen, um überhaupt als Spiel von euch wahrgenommen zu werden?

00:47:54: Ja das ist deswegen... Also es gibt keine grundsätzliche Definition wie man so etwas behandeln kann.

00:48:02: Insbesondere bei Sachen die dann wieder neu kommen.

00:48:05: ich glaube so ein Spiel wie Cosy Sticker will Wir sind uns einig.

00:48:09: Also so genau, so hat es das noch nie gegeben und auch Mikromarko, Crime City hat es vorher einfach nicht gegeben in dieser Form.

00:48:17: Ja, das hat natürlich erinnert an Wimmelbuch.

00:48:19: Manches, man könnte jetzt behaupten Kosi Sticker will, erinnerte an Panini Album.

00:48:24: also da sind ja alles Vergleiche die tragen überhaupt nicht sondern geht ja darum was... Und das ist eben der Punkt wo glaube ich dann sehr genau geguckt wurde Was macht das mit den Menschen, die dies spielen.

00:48:39: Und am Ende spielt es ja, also definitiv so ein Spiel ist ja sowieso sehr weit.

00:48:42: Also da kann man ja alles dazu tun dass jetzt gar nicht der Punkt der Begriff Spielen ist ja im Deutschen Allumfassend für alles Mögliche, aber es ist eben in dem Bereich Gesellschaftsspiel und da gucken wir eben glaube ich prima darauf was bewirkt das Spiel.

00:49:00: Und dann wird das bei uns, ich sage das ganz offen natürlich haben wir darüber diskutiert.

00:49:05: all diese Punkte die du hier ansprichst die werden diskutiert.

00:49:09: Sie werden aber insbesondere dann natürlich nur relevant diskutiert, wenn das tatsächlich auch ein herausragendes Objekt ist um dass da diskutiert wird.

00:49:19: Also wir haben überhaupt keine Zeit uns theoretisch über alles mögliche zu unterhalten von Dingen und Spielen oder Sachen die eventuell Spiel sein könnten, die am Ende gar nicht die Qualität haben zu den besten fünf oder vier Prozent eines Jahrgangs zu gehören.

00:49:36: Da brauchen wir dann gar keine Definitionen aufmachen das können wir aus der Diskussion sparen.

00:49:39: dafür sind mir nicht zuständig da hätten auch gar keine Möglichkeit für weil wir sind mit dem was wir tun eigentlich schon komplett ausgelastet.

00:49:46: also die Frage wird sich immer nur dann stellen wenn wirklich etwas herausragendes kommt kommt und ich bin sowieso schon davon begeistert, wenn meine Spielegruppen davon begeistert sind.

00:49:59: Dann neigen natürlich viele Jury mich dann auch dazu im Zweifel die Sache eher aufzumachen.

00:50:07: also ich finde es sowieso gut wir sollten ja nicht primär eine Beschränkung oder Begrenzung oder Gateways oder sonst wie Posten einbauen dass irgendwas nicht passiert sondern in Zweifeln glaube ich würde die Jury Mehrheit auch dann sagen wenn das herausragend ist Erlebnis, das als Spiel empfunden wird für die Menschen bietet.

00:50:27: Dann ist es eben das was wir unter analogen Spiel verstehen.

00:50:32: und selbst wenn digitaler Anteil dabei ist um diesen Punkt dann auch noch aufzumachen.

00:50:36: Dann versuche ich dich jetzt mal noch auf eine kleine Pferde zu locken bei der ich vielleicht die Antwort schon zu kennen glaube aber überrasch mich.

00:50:44: du hast eben schon gesagt beim Rubik's Cube stellst du da auch in Frage Ist das ein Spiel oder nicht?

00:50:49: Aber das war weit, weit vor deiner Zeit.

00:50:51: Ganz am Anfang ... Als die Jury sich auch noch empfinden waren in den Jahr nix.

00:50:56: Da war das ja alles noch nicht so professionalisiert und tradiert wie heute.

00:51:01: Und gleichzeitig hast du gesagt es ist eine schöne Anekdote wenn Carsten Großer schreibt Mensch Skalking Das hätten wir aber mal besser hinkriegen müssen dass er's nicht geschafft hat.

00:51:10: Über welche Jury-Entscheidungen der letzten Jahre hast Du Dich am meisten geärgert?

00:51:15: Oh Gott!

00:51:16: Gibt es ein Spiel, wo du sagst dass das da nicht drauf gekommen ist?

00:51:20: Leute?

00:51:21: Da haben wir echt.

00:51:22: Da haben sie mich in Grund und Boden gequatscht und überstimmt und ich hätte so gerne darauf gehabt.

00:51:29: Ja es gab schon das eine oder andere wo ich's wahrscheinlich anders gesehen hätte aber ja mir fällt jetzt gar keins mehr ein weil glaube ich im Nachhinein ich mal noch zu sagen muss Wahrscheinlich war es dann langfristig auch nicht mehr so wichtig als berührt hätte.

00:51:45: Es gibt dieses Skull King Spiel, das habe ich nicht immer in Portfolio, wo ich gesagt hätte, nee also das müsste nicht dabei sein.

00:51:55: Also vielleicht eine Kleinigkeit aber es war ja auf der Empfehlungssiste und ich hätte auch daraus jetzt nicht mehr gemacht.

00:52:03: Ich war und das sage ich mal, manche andere Jury-Mitglieder haben das anders gesehen.

00:52:08: Man kann ja auch noch eine Spielbox-Kritik dazu lesen.

00:52:11: inzwischen ist es auch lang genug her dass sich jetzt auch darüber rede weil normalerweise reden wir nicht über die Juryentscheidung im Nachhinein unter uns.

00:52:19: aber ich war immer ein großer Fan von Hitster Das waren andern nicht einige schon, ne?

00:52:24: Weil ich schon fand, dass das Potenzial dieses Spiels eben ganz anderes war als anderes eingeschätzt hatten.

00:52:31: Ich sah auch die massiven redaktionellen Mängel, die in diesem Spiel drinstecken.

00:52:37: Dann kamen natürlich anfangs auch noch deutliche technische Probleme dazu.

00:52:42: aber ich war immer jemand der glaubte das ist etwas was Menschen von Spiel begeistern kann, die im sonstigen Zugang nicht zu finden.

00:52:54: und da gab es noch andere Leute in der Jury die das genauso gesehen haben aber auch viele Leute die da einfach skeptisch waren an dieser Stelle, wobei ich es aber auch zugeben kann.

00:53:03: Also ich meine das war ja auf der Empfehlungsliste und im Nachhinein kann man sich fragen hätte es eine Nominierung verdient?

00:53:10: Ich glaube wahrscheinlich eher nicht weil eben die Redaktionsspielregel als solche eben doch nicht gut genug gewesen ist als dass es dieses Spiel so wie es dann auf den Markt gekommen ist verdient hätte.

00:53:23: also ist ja immer ein bisschen der Punkt hat es der Autor hatte es die redaktion verdient für etwas belohnt zu werden, wo sie wirklich nochmal hätten etwas anstrengen können es besser zu machen.

00:53:40: Ihr kürdet ja immer Siegerinnen und Sieger und veröffentlicht verschiedene Listen.

00:53:47: was ihr aber nicht veröffentlicht sind Abstimmungsergebnisse.

00:53:51: Warum?

00:53:51: Ich glaube, es würde schon komisch sein.

00:53:57: Wir dokumentieren die Abstimmungsergebnisse ja noch nicht mal bei uns so richtig intern.

00:54:03: Die gehen dann sozusagen in der Hitze der Jury-Diskussion, die nun auch mehrere Stunden dauern, gehen und verloren.

00:54:12: Teilweise wird manches, weil das ist mal kompliziert alles braucht.

00:54:16: ne acht Stimmenmehrheit wird sehr oft abgestimmt und mehrfach hintereinander, da wüsste man gar nicht welches Abstimmungsverfahren da jetzt richtig ist.

00:54:25: Und dann gibt es eine Schlussabstimmung über alles und in den meisten Fällen geht die einstimmig ab.

00:54:34: Also deswegen gäbe es sozusagen was die Liste angeht also rein formal gesehen Kannst du davon ausgehen, dass in den allermeisten Jahren die Nominierungs- und Empfehlungsliste einfach mit ... ... von der Jury bestimmt wurde.

00:54:48: Und von der Mitgliederversammlung dann mit Fünfzehn zu Null.

00:54:52: Richtig ist das es dann natürlich ... Die wird dokumentiert auch im Protokoll niedergelegt.

00:54:58: Das ist die Abstimmung über das Spiel des Jahres, also über die Schlussabstimmung.

00:55:04: Über sowohl Spiel des Jahres als auch Kinderspiel und Kinderspiele.

00:55:07: Da wird dann auch dokumentiert wie die Abstimmung mit, was weiß ich?

00:55:14: ist in den letzten Jahren auch schon passiert, aber auch eben manchmal wird es andere Ergebnisse, manchmal auch ein zweiter Wahlgang und das wird tatsächlich dokumentiert.

00:55:25: Ich glaube nicht dass es sinnvoll ist das zu veröffentlichen um irgendwie zu symbolisieren naja vielleicht ist es doch nicht so.

00:55:33: das ganz tolles Spiel des Jahres hat jetzt aber auch nur So und so viele Stimmen gekriegt.

00:55:38: Da sind ja jetzt auch nicht beim Supreme Court in den USA, wo uns das jetzt wichtig wäre zu wissen die sechs konservativen Richter haben das und die drei Liberalen haben das entschieden.

00:55:48: da ist glaube ich für die Wirksamkeit des Preises und dass was für die Mehrheit der Konsumentinnen und Konsumenten notwendig ist schon am besten zu sagen okay das ist der Preis und die Jury vertritt dies einhellig Und damit sind auch alle einverstanden oder das tun wir ja auch.

00:56:06: dann auch ins Überzeugung, dass selbst wenn man eine Abstimmungsliederlage am Ende gehabt hat.

00:56:11: Dann ist es glaube ich gut, das dann auch dabei zu belassen und für die Eitelkeit vielleicht manche einen, vielleicht auch für mich, wenn ich da unterliege zu sagen okay, ich darf nicht zur Minderheit zählen, die es besser gewusst hat.

00:56:25: Das könnte vielleicht wirksam sein aber ich glaube nach außen hin nütztes Kalben.

00:56:29: Wenn jetzt der Siegertitel gekürt wurde, dann wird ja auch viel über die Entscheidung der Jury geschrieben und gesprochen diskutiert.

00:56:38: Wie wichtig ist das für euch?

00:56:41: Dass

00:56:42: über eure Arbeit oder über eurer Entscheidung tatsächlich auch nochmal berichtet wird – und zwar einmal innerhalb der Szene aber auch außerhalb der SzENE!

00:56:53: Also innerhalb der Szene kommt es glaube ich drauf an, auf das Jury mitgeht.

00:56:57: Ich bin ja ganz großer Fan von diesen Vorberichterstattungen also Oracle da höre ich sonst eigentlich keinen Podcast sehr selten mal den Spielboxcast und der ist eigentlich das einzige was zu sagen regelmäßig auf meiner Liste drauf steht, sonst habe gar nicht so die Zeit.

00:57:15: Ich lese lieber, wenn ich mal nichts zu tun habe und deswegen kommt das nicht so vor.

00:57:20: aber Oraceln da lasse ich mir nichts entgehen egal welches Medium und das finde ich schon irgendwie super spannend und find's auch gut, wenn es da auch wahrscheinlich gute Analysen Anregungen gibt.

00:57:33: also nicht in dem Sinne dass sich glaube ich brauche es unglaublich dringend um irgendwie meine Entscheidung nochmal zu revidieren, aber schon dass man mehr die Sicherheit hat am Ende wenn man dazu hört.

00:57:48: Man kann sich wirklich sicher sein auch in der Jury Diskussion das man auch wirklich keine Sachen übersieht.

00:57:54: Das kommt eben ja auch durch die große Menge an Spielen die wir zu bewältigen haben glaube ich.

00:57:59: Wir brechen uns echt keinen Sacken aus der Krone wenn wir auch sagen wir hören da auch in die Szene rein und es gibt noch andere Leute die eben auch sachkundig über Spiele berichten.

00:58:10: Hinterher ist glaube ich die Szene gar nicht mehr wichtig, wenn das getan wird.

00:58:14: da ist es uns durchaus wichtig dass über das Spiel des Jahres natürlich nach außen hin berichtet wird, wobei wir alle wissen gerade in klassischen Medien wie enorm schwierig das ist.

00:58:26: Also dass die Berichterstattung über das Spiel des Jahres, insbesondere die Preisverleihung spielt immer nur eine sehr, sehr geringe Rolle.

00:58:35: Fakt ist, dass wir am Ende immer wissen über das Spiel, also das Spiel, das Objekt oder das ausgezeichnete.

00:58:43: Das wird viel berichtet und es wird sehr viel Marketing drum herum betrieben Und das funktioniert immer sehr gut, aber dass man darüber hinaus noch mehr transportieren kann.

00:58:52: Das ist etwas wo es seit vielen Jahren immer mehr Bemühungen gegeben hat.

00:58:58: keiner gefunden, weil immer am Ende immer rauskommt.

00:59:01: Du musst jemand in einer Redaktion auf einem Kanal etc.

00:59:06: haben der glaubt ja im Brettspiel da steckt mehr drin als ein banales Freizeitbeschäftigungsding.

00:59:15: Wie

00:59:15: versucht ihr denn als Verein PR oder Marketing für euch bzw.

00:59:20: für das Spiel des Jahres zu machen?

00:59:25: Wir haben da keine besonderen Tricks auf Lager.

00:59:29: Wir machen eine ganz klassische Presserarbeit, schreiben die Leute an von denen... Also ah!

00:59:35: Ganz normal die Redaktion und auch noch die Leute, von denen wir wissen wo wir eben systematisch versuchen auch Adressen und Kommunikationspunkte zu sammeln, von den wir wissen dass sie sich eben ein Stück weit für dieses Objekt Das Kulturgut, Brettspiel interessieren und die Möglichkeit haben in ihrem Medium mit ihrer Einstellung da auch etwas zu bewegen.

00:59:59: Und das sind dann eben Menschen, die dann tatsächlich schon mal punktuell was berichten können.

01:00:04: Auf der anderen Seite finde ich es auch wichtig dass wir uns sozusagen als Spiel des Jahres also als Vereinsspiel des Jahres nicht weiter wichtig nehmen müssen.

01:00:12: Ich bin völlig frei und offen damit, wenn die Zeitung einfach auf drei Seiten oder in drei Spalten einfach die drei Nominierten vorstellt.

01:00:21: Oder die drei Ausgezeichneten und gar nicht auf die Frage wer hat dies getan mit welchem Einsatz?

01:00:27: Und wie viel ehrenamtliche Stunden da drauf gegangen sind.

01:00:32: Das soll für mich völlig unwichtig sein sondern wenn dann wirklich nur über die ausgezeichnete Spiele berichtet wird ist das völlig in Ordnung aus unserer Sicht weil darauf kommt es an dass unser Feind Auftrag.

01:00:44: Ich habe so einen Satz vom Daniel Wöhlner letztes Jahr, vom Tag der Brettspielkritik im Ohr.

01:00:51: Der sagte das eine gute Kritik in ... Also im Kulturbereich auch damit einhergeht dass sie sich aufeinander bezieht also dass Kritiken sich auffeinander beziehen, dass man in die eigene Kritik auch ne kritische Auseinandersetzung mit den Stimmen anderer mit rein nimmt.

01:01:09: jetzt hast du ja gesagt ihr Du konsumierst gar nicht alles, das kann man sicherlich auch nicht erwarten.

01:01:14: Es gibt glaube ich beim Sebastian über zweihundert Blogs und Medien die im Bereich Spiele Journalismus oder Veröffentlichungen gelistet sind auf zuspieler.de.

01:01:24: Dennoch auch die Jury-Mitglieder beziehen sich gar nicht so stark aufeinander in ihren Kritikten.

01:01:29: Man könnte ja durchaus auch eine Kritik schreiben sagen hey Ich habe jetzt hier ne Kritik und Udo Bartsch sagt das Und der Nico Wagner hat das erzählt ihr macht es in so einer Kritikerrundschau Beispiel des Jahres, aber das ist eher eine Zusammenfassung von Meinungen anstatt einer Einordnung.

01:01:44: Wer das nicht auch ein interessantes fällt, dass man in seine eigene Argumentation dann eben auch Argumentations andere einbezieht?

01:01:52: Weil unterjährig sprecht er ja eben nicht mit einer Stimme als Jury sondern seit Individuen die Dinge ja durchaus unterschiedlich sehen können.

01:02:01: Davon hört man aber erstaunlich wenig!

01:02:03: Ist es so einen vorsichtiger Umgang miteinander um sich ein bisschen mit Samtanschulen anzufassen und Sachkontroverse irgendwo in der Öffentlichkeit auszutragen?

01:02:11: oder ist es einfach gar nicht im Feld der Möglichkeiten sozusagen.

01:02:18: Wir machen das immerhin im Rahmen dieses Podcasts, das spielerische Quartett und teilweise durchaus auch ziemlich zugespitzt finde ich.

01:02:27: Wir hatten ja auf der Spieldorf in Dortmund, die ist ja auch live gemacht.

01:02:31: da haben wir dann wie auch im Vorjahr auch keinen Gastkritiker oder einen Gastkritikerin dabei sondern haben das wirklich mit vier Leuten für uns gemacht und haben da schon auch ordentlich rhetorisch in die Sache reingegriffen.

01:02:44: und unsere doch teilweise deutlichen Unterschiede, obwohl man sagen muss.

01:02:50: Ich meine das waren alle Spiele die wir eigentlich gut finden aber wir sind ja selbst bei herausragenden Spielen kriegen wir uns jetzt ziemlich leicht in die Haare weil es auch oft darum geht ist es jetzt wirklich ein absolutes spitzenspiel und das zweitbeste Spiel des Jahres Und ich glaube da wird's gemacht.

01:03:05: Aber Grundsätzlich hast du schon recht dass auch irgendwie auch noch schriftlich zu machen.

01:03:10: ich glaube Da zumindest in der Form auch an der deutliche Form da schreckt man schon auch zurück.

01:03:17: Grundsätzlich respektieren wir ja die Meinung der anderen Jurymitglieder, ich gehe grundsätzlich davon aus, dass für mich eine andere Auffassung habe über etwas das die Meinung des Anderen, der Anderen einfach genauso fundiert ist.

01:03:29: sie spielen ja ungefähr genau so viel wie ich Sie sind ähnlich qualifiziert etc.

01:03:35: und können dies Analysisch auch in einer sehr guten Art und Weise einordnen.

01:03:40: Und deswegen ist natürlich das im spielerischen Quartett mündlich immer so bisschen leichter zu machen, man merkt hoffentlich auch dass wir es nicht so bitter ernst.

01:03:53: nein Es geht am Ende immer nur um Spielen Und da können wir das sicherlich deutlich machen, aber ich glaube im schriftlichen Bereich.

01:04:02: Na gut, da hinkt es auch ein bisschen zurück.

01:04:04: und letztendlich natürlich was Press-Spieljournalismus angeht.

01:04:07: Wenn jemand bezahlen würde dann wird's wahrscheinlich auch jeder machen.

01:04:10: Aber wir machen es ja entweder nur hobbymäßig oder gegen dann doch in der Spielbox eine Zeitschrift die nur sieben Mal im Jahr erscheint davon kann auch keiner leben.

01:04:25: Das muss gar nicht nur schriftlich sein.

01:04:27: Ihr habt ja etliche Formate repräsentiert bei euch in der Jury, YouTube und Podcast und Schriftlich und Blog und Zeitschriften und so.

01:04:34: Und das heißt ja nicht dass ich die Meinung von jemand anderem würdige oder unterstellte eher oder sie hätte da schlampig argumentiert oder so.

01:04:42: Ich kann ja mit der gleichen Beobachtung zu einem anderen Schluss kommen oder einen anderen Sachverhalt priorisieren und anders hervorheben oder so aber das beobachte ich erstaunlich wenig.

01:04:54: Steff und der Nico.

01:04:57: Ja, im direkten Gespräch miteinander ist aber aus meiner Sicht was anderes als wenn ich in meiner Rezension sage oh ich habe hier etwas vom Harald gelesen.

01:05:04: Der hat das so und so eingeordnet.

01:05:06: Ich sehe es ja komplett anders.

01:05:07: Achso!

01:05:07: Das ist ja durchaus Im Theaterbereich oder bei Filmkritiken wird sowas ja durchaus gemacht.

01:05:12: Ich meine nicht in einer direkten Auseinandersetzung.

01:05:14: da können wir uns in der Sache ja austauschen Miteinander Und dann auch sagen wir einigen uns jetzt nicht und haben hier zwei Meinungen.

01:05:19: die bleiben jetzt hier mal stehen.

01:05:21: Aber so im Nachhinein kann ich ja auf eine Kritikbezug nehmen und könnte ja sagen also hier habe ich das gelesen aber Ich komme zu einem ganz anderen Schluss oder mir sind andere aspekte wichtiger oder?

01:05:32: Ich hab die kritik vernommen.

01:05:33: Ich kann den nachvollziehen, ich sehe es aber übrigens komplett am rastungsgruppe.

01:05:37: ich denke mal drüber nach.

01:05:38: vielleicht fällt mir irgendwas Irgendwann was dazu ein und ich schreibe da mal etwas auf.

01:05:42: ist ja kein kein Vorwurf oder so einfach nur wird mehr aufgefallen.

01:05:46: Ja genau interessant.

01:05:51: Ich würde gerne noch mal zurückkommen zum Spielejournalismus.

01:05:53: Du hast gerade schon gesagt, dass es gar nicht so einfach ist, Spieletexte in traditionellen klassischen Medien unterzubringen?

01:06:02: Du hast eben gesagt, wir aktuell die größte Jury mit vierzehn Personen haben aller Zeiten.

01:06:09: Ihr schreibt ja auch teilweise für richtig große Magaziner, also Maren für Spiegel online

01:06:14: z.B.,

01:06:15: in den Fachzeitschriften wie Spielbox oder so schreiben ja auch viele Jurymitglieder.

01:06:20: fehlt denn ein journalistisches Gegengewicht zur Jury, weil es gibt zwar ziemlich viele Menschen die über Pressspiele noch berichten.

01:06:29: Aber die machen das ja meistens hobbymäßig oder mit viel Engagement aber eben oft nicht professionell.

01:06:38: Die

01:06:39: Jury eine staatliche Institution wäre?

01:06:43: Oder eine Institution der Deutsche Gewerkschaftsboden, eine Kirche oder sonst wie betreiben würden und hätten dauerte die Kritikerinnen aus ihren Reihen dann drinsitzen für so etwas.

01:06:57: Dann wäre natürlich gäbe es dann genug Journalistinnen und Journalisten, die das von außen kritisieren.

01:07:03: Wir haben aber diese komische Situation dass der Vereinspiel des Jahres nun selbst ein Zusammenschluss als Journalistin und Journalist ist Und zwar grundsätzlich auch noch aus allen Spaten.

01:07:12: Also es ist ja nicht so, als ob das jetzt eine besondere Form des Journalismus, des Brettspiel-Journalismus ist der dort vertreten ist.

01:07:19: Sondern einfach eigentlich alle Arten von absoluten Hobbymenschen bis hin zu Leuten die davon teils Vollzeit... gelebt haben, die dort vertreten sind.

01:07:32: Und da ist es tatsächlich gar nicht so einfach da jetzt noch zu sagen okay jetzt kann's dann Gegengewicht geben und das macht vielen wahrscheinlich nicht einfach dies so darzustellen.

01:07:49: Ich glaube, der Weg sozusagen von der Jury aus ist eben wirklich der, dass wir den Weg versuche ich eben zu gehen, das wir sehr transparent und sehr offen und auch sehr kritisch mit der Art und Weise umgehen wie wir mit Spielen umgehen eben auch sehr viel veröffentlichen davon, wie kritisch und unterschiedlich wir auf Spiele drauf gucken.

01:08:09: Dass die Sache per se schon sehr transparenter wird.

01:08:13: Ich glaube das ist das was die Jury Spiel des Jahres eben leisten kann dass sie eben keinen versucht So wenig wie möglich sich so ein geschlossenes Haus oder zu einer Geheimgilde aufzuschwingen, sondern sehr viel Offenheit prägt und so dann auch die Differenz den Abstand zu den Menschen, die es von außen sehen nicht größer werden zu lassen als es unbedingt nötig ist.

01:08:40: Und deswegen das ist die Frage, wie ich sie beantworten kann weil ich bin noch mal innerhalb der Jury und nicht außerhalb.

01:08:50: Ihr seid ja nun eine der wenigen Organisationen, die viel Geld haben und dieses Geld tatsächlich auch noch mal verteilen.

01:08:56: Also ihr habt ja ein großes Förderprogramm.

01:08:59: Neben kulturellen Einrichtungen oder edukativen oder Bildungseinrichtungen fördert ihr ja auch ganz andere Dinge.

01:09:06: Ihr fördert zum Beispiel auch so Art journalistische Projekte beziehungsweise wissenschaftliche Projekter.

01:09:13: Ihr veröffentlicht auch Interviews mit z.B.

01:09:16: Bernmar Thohle könnte man jetzt böse sagen.

01:09:20: Sieger schreiben Geschichte, weil die Jury ist für mich ein Sieger das ist ja ein Volksprodukt.

01:09:26: aber wenn man sich dann so bestimmte Dinge anschaut also zum Beispiel im Tone Interview wird diese ganze Diskurs oder dieser Disput und die damalige Finanzierung des Spielerarchivs gar nicht erwähnt.

01:09:39: oder Wenn man sich das Buch Brettspiel Profis anschaut da wurden doch bestimmt wahrscheinlich auch bestimmte Vorgaben gemacht von der Jury wie dass Also wie so die Leitplanken sein sollen.

01:09:49: oder auch wenn man sich jetzt die Promotionsstipendien anschaut, die ihr vergeben habt.

01:09:54: Da ging es ja dann teilweise auch um einen bestimmten Fokus nämlich der Fokus der dann auf Spiel des Jahres Titeln liegt.

01:10:04: Da wurde von uns wirklich von vornherein klar gemacht, gerade auch bei diesen Promotionen.

01:10:08: Nein da gibt es keinerlei Begrenzung.

01:10:10: also voller Zugang auch für die entsprechenden Personen zu unseren Archiven völlig freiheit bei der Frage wie damit kritisch umzugehen ist und das muss wissenschaftlich bewertet werden.

01:10:22: und dann gibt es für mich und die anderen in der Jury überhaupt keinen Grund da irgendwelche Grenzen einzuziehen.

01:10:28: natürlich gibt es daran gewissen Personenschutz, da gibt es auch die Notwendigkeit dazu sagen okay was aus dem letzten Jahr war das geht jetzt noch nicht irgendwie in die wissenschaftliche Forschung aber dass da gewisse Dinge die schon ein bisschen länger her sind natürlich völlig frei und offen sind.

01:10:42: Und ich meine ich habe diese Sachen ja gar nicht von innen miterlebt über die du sprichst sondern war da auch nur journalistischer Beobachter von außen, auch kritischer Beopachter dieser Situation damals schon.

01:10:56: Hab darüber auch kritisch gesprochen, hab darüber ja auch ein Interview mit... hier Knopf geführt, also einer der bekanntesten Spielejournalisten damals dessen Todestag jetzt in diesem Jahr sich auch zum zwanzigsten mal jährt und hatte da große Sympathie dabei.

01:11:15: Also an mir scheitert da gar nichts!

01:11:17: Das glaube ich, dass Sieger über Siegerschreiben das könnte man so machen aber ich fühle mich gar nicht als Teil dessen was damals passiert ist Und die Leute sind dann ja einfach andere Akteure gewesen und wenn da etwas zu berichten oder wissenschaftlich zu erforschen ist, dann soll dies auch passieren.

01:11:43: Es gibt natürlich ja auch Leute, die das von außen machen.

01:11:45: es gibt momentan noch nicht viel und wirklich sorgfältige Publikationen zu den Bereichen weil sie sehr bedauere.

01:11:52: ich hätte gerne noch viel mehr wobei ich nicht genau weiß ob jetzt viele Leute wirklich interessiert.

01:11:56: Ich mich interessiertes Und James Wallace hat ja auch in England ein sehr bekanntes Buch dazu rausgegeben.

01:12:03: The Greatest Sport Games of the World, wo er auch sehr kritisch mit Jury vorgängen und nicht sehr kritischer, aber eben auch kritisch und mit viel eigener Meinung umgeht.

01:12:12: Leider gibt es das Buch... nicht auf Deutsch und ich werde Ende Mai in Birmingham auch eine Session, also eine Veranstaltung auf der UK Games Expo mit ihm zusammen machen wo er genau solche Sachen dann erzählen kann.

01:12:27: Und gerne auch die kritischen Punkte Und da gibt es sozusagen wirklich von Vereinsspiel des Jahres auch keine Beschränkungen, keine Vorgaben etc.

01:12:37: Das im Gegenteil bei Buch Die Brettschwill-Profis war sozusagen eher unser Hinweis darauf bitte die Jury eher rauslassen etwas weniger über Jury berichten und weil wir da keine Auftragsarbeit haben wollten

01:12:55: Wenn du mal auf den Spielejournalismus drauf guckst ihr habt vorhin schon so ein bisschen Mit einem Augenzwinkern drauf geschaut, welche Arten von Journalismus eignen sich denn überhaupt um.

01:13:08: Sich kritisch mit Brettspielen auseinander zu setzen?

01:13:11: und natürlich gibt es dann immer mal auch wie so von den Ratgeber-Journalismus gebracht die Top Ten Spiele zu Ostern, die Top Fünf Spiele zur Weihnachten oder so.

01:13:20: da sind wir sicherlich eher im Bereich der Empfehlungen auf einer Ratgebersite in populären Magazinen oder so.

01:13:29: Warum gelingt es im Spielejournalismus relativ selten wirklich investigative oder kritische Recherchen zu liefern?

01:13:38: Liegt das daran, weil die Szene sich insgesamt sehr nah ist.

01:13:43: Oder weil es keine Themen gibt, die da etwas hergeben.

01:13:48: Oder gibt's einen ganz anderen Grund!

01:13:51: Ich neige eher zur Antwort, dass die Themen es nicht ganz so sehr hergeben.

01:13:56: Also ich hätte es natürlich gerne und wir machen dann auch aus jedem Thema dann irgendetwas Großes um in die kulturelle Bedeutung deutlich zu machen.

01:14:06: aber im Zweifel handelt sich erst mal um Schachteln die wir hier vorliegen haben und da ist Material drin, daraus machen wir ein Spiel.

01:14:17: Die hauptsächliche kulturelle Bedeutung erfaltet das Spiel an individuellen Spiele zwischen Menschen zu Hause.

01:14:26: Alles andere kann sich ergeben und mal schauen... Also Hauptproblem ist natürlich Qualität angeht.

01:14:34: Es gibt einfach natürlich in diesem Kulturbereich und das ist ein Unterschied zu was weiß ich, Opern wo ihr jedes Lokalblatt natürlich auch drüber berichtet obwohl da wahrscheinlich sich auch nicht mehr Leute für interessieren als fürs Brettspiel wahrscheinlich sogar weniger.

01:14:50: aber weil eben das Brettspiel keine Hochkultur ist gibt es dafür eben auch keinen gut bezahlten qualitativen Journalismus der sich damit auseinandersetzt.

01:14:58: Dann frage ich mal so auf den Zielgeraden des Gesprächs gibt es etwas, was du dir für den Spiele-Journalismus wünschst.

01:15:07: Also wo du sagst da waren wir schon mal besser oder darin sind wir besser geworden?

01:15:11: Oder das können wir noch besser machen und wir meine ich wir alle!

01:15:17: Ja, mach doch einfach weiter solche Formate wie ihr es jetzt macht.

01:15:20: Also ich liebe ja gerade auch die Diskussion schon mal über Metathemen.

01:15:24: das gibt es eher selten.

01:15:26: aber so dass es viel zu wenig gibt ist jetzt auch nicht der Fall und man sollte es auch nicht übertreiben und Sachen für zu wichtig nehmen die dann gar nicht so wichtig sind.

01:15:35: Weil im Zweifel ist natürlich schon auch das Spiel als solches das Wichtigste.

01:15:39: Aber grundsätzlich finde ich darüber könnte noch mehr passieren, wobei ich aber auch sagen muss es gibt ja zunehmend Menschen die sich dann auf Podcast haben, die dann Behind-Board Games heißen oder Kulturerbe spielen.

01:15:56: Oder Spielkulturerbe, die auch solche Themen machen oder eben auch Themen wie du, Frederik, der hier die Möglichkeit öffnet über solche Themen zu sprechen.

01:16:07: Das macht mir Freude.

01:16:09: Wobei ich auch da wirklich sagen muss man darf immer das Thema ja eigentlich geht's doch noch ums Spiel natürlich nicht aus dem Blick verlieren dass immer die Königsdisziplin das gut zu können.

01:16:20: Ich wollte grad sagen, ist das dann nicht eher oft auch so eine Beschäftigung mit sich selbst?

01:16:24: Ja wir finden das toll.

01:16:25: Ich finde es auch toll aber letztendlich wenn man sich die Aufrufzahlen anschaut interessiert das ja keinen!

01:16:35: Das hätte fast schon einiges Wort sein können eigentlich interessiert's doch kein.

01:16:39: Also natürlich sind Formate wie die Top Ten Weihnachtsspiele und alle Themen wo man Empfehlungen raus gibt oder Top Listen macht oder so sind natürlich vielleicht populärer als Metathemen oder die Themen der selbst referenziellen Beschäftigung mit dem eigenen Gegenstand.

01:17:01: Aber ist es nicht gerade das Schöne, dass unsere Szene das alles anbietet und das in einem insgesamt doch recht friedlichen und harmonischen Umfeld miteinander?

01:17:11: Mich würde zum Abschluss mal noch interessieren welche Bedeutung haben wir Kritikerinnen denn überhaupt?

01:17:20: Also, wir nehmen uns ja gerne wichtig oder wollen wichtig genommen werden.

01:17:24: Ist das was wir da machen?

01:17:26: Hat es überhaupt irgendeinen Einfluss?

01:17:29: Sei es bei Verlagen in Redaktionen oder sei es auch draußen in der breiten Masse oder im Handel?

01:17:36: Ich glaube Ja!

01:17:38: Weil die Spiele verkaufen sich oder werden akzeptiert.

01:17:47: Meisten fällen es gibt sicherlich auch Ausnahmen, weil sie auch von der Kritik als gut betrachtet werden.

01:17:56: Jetzt nehme ich dann natürlich den Vereinspiel des Jahres Mitte dazu, weil er nun auch Kritik betreibt.

01:18:02: aber das sind... Ich gucke ja auch höre mir viele Orakel an und so sind hier jetzt keine Spiele, die so ganz exklusiv nur von Jurymitgliedern als gut betrachtet werden.

01:18:14: Das sind ja auch Dinge in der Szene, die natürlich naturgemäß eine Lastigkeit eher zu den komplexeren Spielbereich haben – also eher im Kennerspielbereich oder darüber hinaus.

01:18:26: Ja auch so gesehen werden.

01:18:27: Also ich glaube schon, dass es Spiele leichter haben sich am Markt durchzusetzen die auch von der Kritik als gut betrachtet werden und insbesondere gilt dies natürlich wie selbst für eine Empfehlungsliste gilt dies beim Vereinspiel des Jahres Und das ist schon ein Ausfluss dessen der da wichtig ist.

01:18:48: Es gibt natürlich Ausnahmen.

01:18:50: also in Stadtland Vollfosten hat sich nun auch gut verkauft, ohne dass jemals ein Kritiker es als gut betrachtet hat.

01:18:58: Das müssen wir auch sehen.

01:18:59: das sind Bereiche der Spiele.

01:19:02: ich glaube die nennen sie ja zwischen Social Games die immer größere Rolle spielen Auch im Umsatz in aller weitesten Sinne gehört da vielleicht sogar Hitster dazu Vielleicht auch Flip Sieben aber da gehören natürlich noch ganz andere Spiele Die bei bestimmten Verlagen dann erscheinen.

01:19:19: Dazu und ATM Gaming, ein französischer Start-up.

01:19:23: Das ist ja auch in Deutschland gibt es jetzt für sehr hohe Millionen Summe an Asmodé verkauft worden.

01:19:30: ganz offensichtlich steckt da eine erhebliche ökonomische Wucht hinter deren Angebot von Spielen, deren schöpferische Höhe sich jetzt auch nicht besonders.

01:19:42: Also eher so knapp über Fußboden befindet.

01:19:45: manchmal und ich bei allen auch in solchen Verlagen kann es gute Sachen geben aber das scheint dann eher Zufall zu sein Hauptargument, um so einen Verlag zu erwerben.

01:19:57: Also ich glaube schon dass das zumindest in Deutschland schon etabliert ist und ich glaube auch selbst im Frankreich gibt es eben auch solche Strukturen die eben dafür sorgen können da Spiele groß werden weil die Kritik es sieht.

01:20:10: Es ist ja nicht so dass ausschließlich Spiele Groß auf den Markt kommen die das größte Marketing-Budget dahinter haben.

01:20:18: Sondern da haben wirklich auch kleine Verlage, da haben mittelgroße Verlage und da haben diese sehr großen Verlage ähnlich viel Erfolge und Flops zu vermelden wie andere.

01:20:30: Und ich glaube ohne dass es da eine Diskussion gibt über Spiele und die eben von der Szene mehr oder weniger als der Jürgen Kritikerinnen und Kritikern.

01:20:41: Das können ja auch Influenza- und InfluencerInnen sein, die da inzwischen eine größere Rolle spielen.

01:20:47: Und da kann man dann mit Marketingmaßnahmen auch mehr bewirken als der Anderes bewirken möchte – das ist völlig richtig!

01:20:58: Aber ich glaube, Kritik spielt auch eine Rolle.

01:21:02: Ich erlaub mir noch eine Anmerkung Sebastian auf die Frage.

01:21:05: Natürlich auch bei Verlagen gibt's da Resonanzen, wenn Spiele rezensiert werden und dann beispielsweise die redaktionelle Arbeit oder die Anleitung bemängelt wird.

01:21:14: Dann wird dadurch auch mal nachgebessert und das gibt es ja auch Beispiele für Abroad zum Beispiel.

01:21:19: Ein Spiel was von One More Time Games erschienen ist aus meiner Sicht in der ersten Auflage.

01:21:24: große redaktionalen Schwächen hat er auch in der Anleitung und auch in einer Gestaltung und Nomenklatur.

01:21:29: Und da hat der Verlag jetzt reagiert und bringt mit der zweiten Auflage eine überarbeitete Variante heraus.

01:21:34: Ich glaube, das sind so Dinge auf die wir dann als Szene in der Gesamtheit schon auch einen gewissen Einfluss haben.

01:21:42: Wir sind ja jetzt im Mai Harald.

01:21:44: Das heißt ich weiß umso mehr deine wertvolle Zeit zu schätzen weil bei euch naht das Jury Nominierungswochenende und dann in zwei Wochen vierzehn Tagen annähernd auch die Bekanntgabe der nominierten und empfohlenen Titel.

01:21:58: Ich kann mir vorstellen, ihr habt gerade Hochkonjunktur was die Arbeit angeht?

01:22:03: Die Bewertung des Letzte abwägen und feilen der Argumente um dann gut gerüstet in das Jury-Wochenende zu gehen!

01:22:10: Insofern sage ich dir lieber Harald schon mal ganz lieben Dank für deine wertvolle Zeit weiß das jetzt zu schätzen auch dir Sebastian für unsere gemeinsame Vorbereitung und die Fragen.

01:22:21: und ja du weißt es Wenn du den Broadcast gelegentlich hörst, Harald.

01:22:25: Das bei uns immer der Gast das letzte Wort hat und dass bis heute du.

01:22:29: Und deswegen sage ich erst mal vielen Dank an Sebastian Wenzel für die gut ausgearbeiteten Fragen auf deiner Seite.

01:22:36: und natürlich auch ein Hinweis, dass das Gespräch bei Kulturgutspiel dann nochmal als verschriftliches Interview in Auszügen veröffentlicht wird, weil sie auch gerne auf zuspielerde hin wo weit über zweihundert sich mit der Spiele Szene beschäftigende Blogs und Kanäle genannt werden mit ihren jeweiligen Veröffentlichungen.

01:22:55: Ich sage dir, liebe Hörerinnen, lieber Hörere vielen Dank fürs Zuhören!

01:22:59: Eine Folge mal wieder über Metathemen, über den Spielejournalismus und die Arbeit der Spiel des Jahres Jury und wünsche dir als Hörerin und Hörera pass auf dich auf bleibt gesund, bleibt inspiriert, inspiriere andere.

01:23:11: und das letzte Wort hat heute unser Gast der Vorsitzende der Spieles Jahresjury Harald Schrabas.

01:23:18: Ja, herzlichen Dank für die Einladung.

01:23:20: Danke lieber Sebastian!

01:23:22: Für die Fragen, die du hier aufgeworfen hast, die noch viel auch zum Nachdenken sicherlich anregen.

01:23:29: Auch wenn du glaubst es wird vielleicht gar kein Interessieren aber ein paar Leute wird's ja schon interessieren sonst würden wir das ja hier alles nicht machen.

01:23:38: Aber es interessiert nicht soviel wie die Topliste am Weihnachten.

01:23:43: Aber grundsätzlich ist es eben... Es gehört mit dazu und das wird anderen Genres zu gehen.

01:23:49: Natürlich gibt es da immer die populäre Variante und es gibt die Themen, die nicht ganz so viele Leute interessieren.

01:23:56: aber wichtig ist eben das Zusammenspiel und der Vereinsspiel des Jahres versucht ihm ja auch gerade das sich zunutzen zu machen.

01:24:05: und zum Beispiel auch was eben auch ein wichtiger Teil des Förderprogramms bei uns ist wo wir eben auch viel Geld ausgeben ist eben gerade die Initiative Spielen für Toleranz, wo wir ... Inzwischen ständig irgendwo Veranstaltungen mitfinanzieren, indem wir denen ein Spielepaket geben.

01:24:26: Wo eben genau die Kraft des Brettspiels am Spieltisch das analogen Spiel es deutlich macht dass da eben Menschen zusammenkommen der Ursprung des demokratischen Zusammenkommens für jeden Geld in den gleichen Regeln.

01:24:38: man kann an einem Tisch erleben dass man gemeinsam was bewirken kann nämlich in dem gemeinsamen Spiel.

01:24:45: Die Spiele sind gleich zugänglich Sprach oft eben mit wenig Kenntnis in deutscher Sprache auch zu machen, sodass wir eben tatsächlich das Brettspiel, das Kartenspiel und das Gesellschaftsspiel in einer Form in die Gesellschaft tragen können.

01:25:00: Wo es eben auch im kleinen Bereich, und das sind oft keine großen Veranstaltungen im kleinenbereich dann eben auch eine gesellschaftliche Relevanz entwickeln.

01:25:10: Ja danke schön fürs Zuhören und Tschüss!

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